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PRAXIS der ÖEK
"Der Einstieg in die Öl-Eiweiß-Kost - Teil 1 : Vorbereitungen und die verschiedenen Überleitungstage"Bevor sie mit den Überleitungstagen in die Kost einsteigen, sollten Sie sich mit allen benötigten Lebensmitteln eindecken. Wenn Sie dabei zunächst ohne zusätzlich anzuschaffende Küchengeräte auskommen wollen, benötigen Sie zum einen einige Packungen Linomel, feine Haferflocken, einige Flaschen Fermentgold (Papayasaft) und weitere Muttersäfte (Direktsäfte). Die jeweils benötigte Menge finden Sie im zweiten Teil dieses Artikels der die einzelnen Einleitungstage detailliert beschreiben wird.
Wesentlich preiswerter ist auf Dauer der Einsatz von ganzer Leinsaat (an Stelle des Linomels), welche sie innerhalb von Sekunden direkt bei der Zubereitung von Speisen und Säften mit Hilfe einer elektrischen Kaffeemühle frisch schroten. Verwenden Sie die Leinsaat nur dann, wenn Sie bereits eine el. Kaffeemühle zum Schroten des Leinsamen haben. Kaufen Sie keine bereits geschroteten Leinsamen in Tüten oder Dosen, denn Leinsamen muss nach den Angaben Dr. Budwigs innerhalb von 10 – 15 Minuten nach dem Schroten gegessen werden. Im Falle bereits geschroteten Leinsamens aus der Tüte würde das selbst bei schonendster, sauerstofffreier und dunkler Abfüllung bedeuten, dass Sie nach Öffnen der Verpackung innerhalb dieser 15 Minuten die ganze Packung verspeisen müssten.
Momentan findet sich in den Geschäften fast mehr bereits geschrotete Leinsaat als ungeschrotete. Das verstärkt natürlich den falschen Eindruck, die geschrotete Saat sei ein unproblematisches Lebensmittel. Es rührt aber einfach daher, dass ungeschrotete Saat vom Körper nicht genutzt wird und fast unverändert wieder ausgeschieden wird. Zudem ist der Trick mit den preiswerten Kaffeemühlen relativ unbekannt.
Zum besseren Verständnis noch die beiden folgenden Zitate Dr. Budwigs:
„Zur Leinsaat noch ein kurzes Wort, weil die Gefahren da groß sind. Die optimalsten Fette sind ja die sauerstoffaktiven. Wenn man die Leinsaat schrotet, dann werden die so guten Fettsäuren, die dreifach ungesättigten, die ja die besten sind, sehr schnell zerstört, innerhalb von 10-15 Minuten. Und wenn Sie im Reformhaus geschrotete Leinsaat kaufen und diese nach Hause bringen, ist das Beste zerstört und die Oxydationsprodukte sind oft sogar schädlich, insbesondere wenn sie sehr alt sind. ... Wenn man ganze Leinsaat verzehrt, so ist das weggeworfenes Geld, denn der Organismus kann mit der ganzen Leinsaat nicht gut fertig werden. Wenn Sie aufmerksam diese Vorgänge verfolgen, können Sie das selber gut feststellen. Die ganze Leinsaat wird weitgehend wieder unverdaut ausgeschieden.“
aus:Budwig, Fette als wahre Hilfe
oder
„Sehr geraten wird der Genuß des frisch gemahlenen Leinsamens. Zerkleinert ist dieser nicht haltbar, auch nicht in Pergamentbeuteln! Die günstige Wirkung des wichtigen Fermentes kann in diesem Falle dann durch das Vorliegen der Oxydationsprodukte in das Gegenteil umschlagen und sogar Leberschäden hervorrufen.“
aus: Budwig, Der Tod des Tumors Bd. II
Auch der Einsatz einer Saftpresse lohnt sich auf längere Sicht finanziell und versorgt Sie zu dem mit hochwertigerem, weil frisch gepresstem, Saft. Näheres erfahren Sie in den später folgenden Artikeln über die Säfte und auf der Seite über die Auswahl und die Bezugsquellen der benötigten Küchengeräte.
Damit die neue Kost gut vertragen und vom Körper von Anfang an gut verstoffwechselt werden kann, ist es unbedingt ratsam, die von Dr. Budwig empfohlenen Überleitungstage durchzuführen. Die Leber der meisten Menschen ist von den schlechten Fetten der Standardkost derart belastet, dass gerade der Fettbestandteil der Nahrung nicht mehr gut verstoffwechselt wird. Das gilt auch für die sogenannten "Gesunden". In diesen Überleitungstagen wird die Zufuhr fester Nahrung sehr stark gedrosselt, so dass man fast schon von Fastentagen sprechen kann.
Schauen wir uns zunächst einmal den Abschnitt auf Dr. Budwigs "Fahrplan" für die Krankenkost an, der sich mit diesen Einleitungstagen befasst und - natürlich ohne handschriftliche Anmerkungen - auch im Buch:"Krebs - Das Problem und die Lösung" zu finden ist:

Die handschriftlichen Anmerkungen sind von Dr. Budwig selber im Text angebracht worden und beziehen sich speziell auf den Patienten, für den dieser Plan bestimmt war. Das gilt für alle in diesen Artikeln wiedergegebenen Ausschnitten aus Dr. Budwigs schriftlichen Anweisungen für ihre Patienten, welche aus diesem Grund lediglich als Beispiele anzusehen sind. Der mit Schreibmaschine geschriebene „Basistext“ wurde von ihr jahrzehntelang benutzt, woraus man schließen kann, dass er sich als Ausgangspunkt für die 'große Linie' durchaus bewährt hat. Die handschriftlich angebrachten Hinweise stellen lediglich die Feinabstimmung für den jeweiligen Patienten dar.
Bei Betrachtung der Anweisung für die Überleitungstage fällt auf, dass sie einige eingebaute Variablen enthalten, nämlich die Art der Ernährung während dieser Tage und auch die Anzahl der Tage.
Betrachten wir zunächst einmal, wie Sie bei der Auswahl der möglichen Überleitungstage und deren Anzahl vorgehen. Im nächsten Artikel stelle ich Ihnen dann die Durchführung der Tage im Einzelnen vor.
Wenn Sie die drei verschiedenen Versionen der Überleitungstage betrachten, dann fällt auf, dass sie nach der Leichtigkeit, in dem der Körper die Nahrung verarbeiten kann sortiert sind.
Haferschleim mit Linomelschleim enthält so gut wie keine festen Nahrungsbestandteile und ist deshalb vom Organismus am leichtesten aufzunehmen. Dieser Einstieg in die Überleitungstage wurde von Dr. Budwig vermutlich vorwiegend bei Schwerstkranken gewählt. Bei Menschen, welche keine feste Kost mehr zu sich nehmen können, ist dies' oft der einzige Weg eine Umstimmung des Organismus auf die elektronenreiche und damit energiespendende Kost einzuleiten. Es ist fraglich, ob heute – ohne Dr. Budwigs direkte und erfahrene Unterstützung – noch jemand bereit ist, einen solchen Versuch noch zu unternehmen, aber schaden werden Sie dem Kranken mit dieser seit Jahrhunderten bewährten Krankenkost mit Sicherheit nicht. Der betreuende Arzt wird Ihnen das sicher bestätigen können. Möglich ist das natürlich nur dann, wenn sich der Kranke in häuslicher Pflege (meist durch Angehörige) befindet.
Wann Sie auf die zweite Variation der Überleitungstage (Haferflockensuppe mit Linomel) umsteigen, entscheidet das Befinden des Kranken.
Sobald er auch feste Nahrung bei sich behalten kann, ist dieser Zeitpunkt gekommen. Das kann nach einem oder auch erst nach mehreren Tagen der Fall sein. Lassen Sie das möglichst den Kranken selbst entscheiden. Sollte der Zeitpunkt noch zu früh gewesen sein, dann gehen Sie bei der nächsten Mahlzeit zur Schleimkost zurück.
Haferflockensuppe mit Linomel entspricht im Grunde der Variante 1, nur dass hier die festen Bestandteile von Haferflocken und Leinsamen nicht herauspassiert werden. Sie ist also der Einstiegstag für Menschen, die auch mehr oder weniger feste Nahrung zu sich nehmen können.
Haferflockensuppe mit Wasser, etwas Salz und einem Stückchen Butter kennen Einige vermutlich noch als Krankenkost aus ihren Kindertagen.
Die Butter fällt hier natürlich weg, dafür kommt der Fettanteil nun aus der Leinsaat. Wird die Kost an diesem Tag gut vertragen, dann lassen Sie noch 1-2 Tage der dritten Variante (250 g Linomel mit Säften) folgen und können dann mit der eigentlichen Öl-Eiweiß-Kost beginnen.
Die Variante 3 - 250 g. Linomel mit Säften - ist vermutlich für die meisten Kranken die geeignetste Form der Überleitung.
Auch wenn Sie keinerlei Probleme mit dem Fettstoffwechsel kennen, was nicht zwangsläufig heißt, dass diese bei Ihnen nicht existieren oder wenn Sie als gesunder Mensch Ihre Ernährung auf die Öl-Eiweiß-Kost umstellen, sollten Sie diese Umstellungsphase nicht überspringen. Auch in diesen Fällen wird dringend empfohlen, sich nicht „Hals über Kopf“ in die neue Kostform stürzen, sondern seinem Körper diese Umstellungszeit zu gönnen. Er wird es Ihnen mit einer besseren Verwertung der für ihn neuen Kost danken.
Gesunde sollten wenigstens einen solchen Überleitungstag durchführen. Andere Nahrung wird an diesem Tage (diesen Tagen) nicht zu sich genommen.
Eine weitere Vorgehensweise (auch für Gesunde) ist die, welche Dr. Budwig für den Patienten gewählt hat, für den sie obigen Ausschnitt beschriftet hat:
Jeweils einen Tag der 3 möglichen Überleitungsformen durchzuführen. Mit der eigentlichen ÖEK beginnt man dann ab dem 4. Tag.
Achtung:
Wenn Sie Probleme mit der Leber, der Gallenblase oder der Bauchspeicheldrüse haben, egal ob es sich da um eine Krebserkrankung unter Beteiligung dieser Organe oder davon unabhängige Leiden handelt, ist es angezeigt, sich besonders vorsichtig in die ÖEK hineinzutasten. Diese Organe sind maßgeblich an der Verwertung und Aufschließung von Fetten und Eiweißen im Organismus beteiligt.
Wenn diese Organe in ihrer Funktion beeinträchtigt sind, ist es sehr wichtig sie nicht zu überfordern und den Quark-Leinöl-Anteil an der Kost ganz langsam und vorsichtig zu steigern. Auch wenn z. B. Bauchspeicheldrüsenkrebs in vielen Fällen sehr schnell zum Tode führen kann (er wird häufig sehr spät entdeckt), lassen Sie sich dadurch nicht dazu verführen, sich möglichst schnell möglichst viel Leinöl einzuverleiben. Weniger ist auch hier eindeutig mehr. Es kann unter Umständen Monate dauern, bis diese Organe ihre Funktion wieder selber und in größerem Umfang übernehmen können (s. Zitat 2 auf der rechten Seite).
Häufig reagiert der Körper bei Problemen in diesem Bereich mit Übelkeit und einer Abneigung gegen die ölhaltigen Speisen (in unserem Fall in erster Linie die Quark-Leinöl-Creme), was Sie als klares Signal anerkennen sollten. Das kann im Übrigen auch bei Menschen passieren, welche sich ihrer Probleme mit der Fettverdauung überhaupt nicht bewusst sind.
2 Zitate zu diesem wichtigen Thema:
„Bei Leber- und Gallenleiden gaben wir zunächst einige Tage nur Leinsaat bzw. Linomel neben der üblichen Nahrung. Erst nach einigen Tagen wurde dann mit der eigentlichen Öl/Eiweiß-Kost begonnen, etwa mit einem Eßlöffel Quark, dem ein Teelöffel voll Leinöl beigemischt war. Je nach der Schwere des Falles und nach der Verträglichkeit wurde dann allmählich gesteigert. Die schnelle und sehr günstige Auswirkung der Öl-Eiweiß-Kost ist gerade bei derartigen Kranken offensichtlich.“
aus: Budwig - Tod des Tumors Bd.II, 1977
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5. Sept. 2004
"Wir haben einen Patienten mit Leberkrebs in unserer ÖEK-Unterstützungsgruppe. Im Januar hatte man ihm noch 3 Monate Lebenszeit vorhergesagt. Dummerweise wussten wir nicht, dass Dr. Budwig gesagt hatte, dass ein Patient in dieser Situation nur mit geschrotetem Leinsamen beginnen sollte. Wie auch immer, nach dem Sammeln von Informationen über die Leber usw., beschloss ich, dass wir sehr langsam beginnen sollten und so machten wir es auch. Er begann mit einem Teelöffel Öl gemixt mit einem Esslöffel Quark und langsam erhöhten wir die Menge. Im März war er dann bei 3 EL Öl angekommen. Er isst diese Mischung nie, ohne auch etwas Papaya dazu zu essen. Anfangs bezog er auch Verdauungsenzyme und Mariendistel mit ein. Inzwischen ist er bei 5 EL Öl [+ Quark] pro Tag und kommt damit ganz gut klar. Im April diesen Jahres kehrte sein Leben zur Normalität zurück und er zurück an seine Vollzeit-Arbeitsstelle.“
Cheryl du Toit, Süd Afrika
Das langsame Steigern der Dosis und der umfangreiche Einsatz von Fermentgold (Papayasaft) ist hier ganz besonders wichtig. Auch Ananas- und Rettichsaft wirken hier unterstützend.
weiter zu Teil 2: Ausführliche Beschreibung der einzelnen Überleitungstage
© Michael Bierschenk - www.oel-eiweiss-kost.de 01/2010