"Heute morgen war ich in der Blasenspiegelung - und mein Eindruck wurde bestätigt! Die Urologin meinte während der Spiegelung zwei Mal :"Ich glaub' es nicht"! Die Blase sieht aus, wie wenn nie etwas gewesen wäre! Nur meint die Urologin natürlich, das sei wegen der Bestrahlung(!) - ich weiss es besser! Meine Frau ist natürlich auch überglücklich - so hat sich ihr Engagement in Sachen Kochen doch gelohnt."
(2/08)
Artikel
PRAXIS der ÖEK
"Der Einstieg in die Öl-Eiweiß-Kost - Teil 2 : Ausführliche Beschreibung der einzelnen Überleitungstage"Betrachten Sie die hier angegebenen Nahrungsmittel und deren Dosierung bitte lediglich als Vorschläge, welche möglicherweise je nach Zustand des Patienten einer Modifizierung bedürfen. Bei Unsicherheiten befragen Sie hierzu den betreuenden Arzt oder Heilpraktiker und wechseln Sie diesen, wenn er Ihnen sagt, ein Kranker brauche zur Kräftigung ein ordentliches Stück Fleisch oder ähnlich Absurdes.
Die Herstellung von Haferschleim mit Linomelschleim gehört heute nicht mehr in den Bereich des Allgemeinwissens, weshalb ich hier einmal ein mögliches Rezept vorstelle:
1 geh. Esslöffel feine Haferflocken (möglichst Vollkornflocken)
1 geh. Esslöffel Linomel (oder frisch geschrotete Leinsaat, falls Sie bereits entsprechend ausgerüstet sind)
1/2 Prise Meersalz oder Steinsalz - Dieses Salz nur bei Verwendung von frisch geschroteten Leinsamen und nicht bei Verwendung von Linomel, welches durch den enthaltenen Honig süß schmeckt. Wahlweise kann bei Verwendung frisch geschroteter Leinsaat auch sparsam mit etwas Honig gesüßt werden.
200 ml Wasser
Rühren Sie die Haferflocken in das kalte Wasser ein und bringen dieses zum Kochen. Dann wird das Linomel, bzw. die geschrotete Leinsaat hinzugeben und anschließend lässt man das Ganze auf ausgeschalteter Platte noch 10 Min. quellen. Abschließend passieren Sie den Brei durch ein feines Küchensieb, was die gröberen Bestandteile aus dem Schleim entfernt (s. Foto)

Viel geschmackliche Abwechselung ist bei dem puren Hafer-Leinsamen-Schleim natürlich nicht möglich, Sie können aber bei Verwendung von frisch geschroteter Leinsaat mit einer halben Prise Salz oder einem knappen Teelöffel Honig ein wenig variieren.
Weitere Variationen durch Zusatz von Säften sind sehr zu empfehlen und finden sich in dem Buch: Öl-Eiweiß-Kost ab Rezept Nr. 157.
Je nach Appetit des Kranken können Sie die Menge der Zutaten so einrichten, dass der Schleim für 2 Portionen – gegeben im Abstand von einer Stunde - ausreicht. Größere Vorräte sollten Sie möglichst nicht auf einmal kochen, auch wenn die Köchin oder der Koch durch die Zubereitung ziemlich auf Trab gehalten wird.
Der Tagesablauf eines solchen Übergangstages sieht also wie folgt aus:
Sobald der Kranke morgens das Bedürfnis hat etwas zu sich zu nehmen, servieren Sie Ihm die erste Portion des Haferschleims und dazu (oder wenn es ihm lieber ist schon davor) eine Tasse Tee.
In etwa stündlichen Abständen erhält er nun die kleinen Portionen des Hafer-Leinsamen-Schleims. Beachten Sie hier aber die Wünsche des Kranken was ein mehr oder weniger, häufiger oder seltener angeht. Er selbst kann in den meisten Fällen wohl am besten abschätzen was ihm gut tut.
Wenn es vertragen wird, gibt es um 10 Uhr zusätzlich einen frisch gepressten Karottensaft (1Glas).
Wird der reine Saft noch nicht gut vertragen, dann sollten Sie auf die oben genannten Variationen des Haferschleims aus dem Kochbuch zurückgreifen. Laut Aussagen Dr. Budwigs lässt sich dieses Problem hierdurch meist gut umgehen.
Zusätzlich geben Sie mindestens 3x (auf den Tag verteilt) einen Kräutertee. Diesen brauchen Sie nicht unbedingt jeweils frisch aufzusetzen. Kochen Sie einen ganzen Liter, der dann in einer Thermoskanne warm bleibt und über den Tag verteilt getrunken werden kann. Gönnen Sie sich als die pflegende Person ruhig diese kleinen Möglichkeiten etwas Zeit einzusparen, damit auch Sie die ein oder andere Ruhepause einlegen können. Auch Grüner Tee ist hier gut geeignet. Allerdings sollten Sie diesen immer frisch zubereiten, da die in ihm enthaltenen Polyphenole nach etwa einer Stunde aus dem Tee entwichen sind. Polyphenole sind jene Bestandteile des Teeaufgusses, welche die Anti-Krebs-Wirkung des Tees im Organismus auslösen.
Süßen können Sie diese Tees sparsam mit etwas Honig oder aber auch mit Stevia in Form des getrockneten und pulverisierten Krautes. Geben Sie dazu einfach eine Priese Steviakraut mit in das Teesieb. Eine Priese reicht aus, um einen ganzen Liter Tee zu süßen. Bei der Verwendung von Honig, sollten Sie jede Tasse separat süßen. Süßen Sie den Tee aber nur, wenn der Kranke es auch ausdrücklich wünscht.
- ½ Packung Linomel oder entsprechend 100 -125 g Leinsamen.
(Ganzer Leinsamen wird meist in 500 g Packungen im Handel angeboten.)
- feine Vollkorn - Haferflocken
- Grüner Tee oder/und verschiedene Kräutertees
- 500 g Karotten zum Entsaften oder eine Flasche Karottensaft aus dem Reformhaus oder Bioladen
- Honig (Bioqualität)
Nehmen Sie an einem solchen Einleitungstag 3 mal als Hauptmahlzeiten jeweils eine Portion Haferflockensuppe zu sich.
Die Zubereitung entspricht im Grunde der des Haferschleims, nur, dass Sie die Suppe am Schluss nicht durch ein Sieb passieren. Die Größe der Portion hängt natürlich vom Appetit des Kranken ab. Eine mittlere Portion erhalten Sie mit folgenden Zutaten:
- 400 ml Wasser (oder 300 ml Wasser und 100 ml Milch)
- 3 geh. Esslöffel Haferflocken
- 3 geh. Esslöffel Linomel (oder frisch geschrotete Leinsaat, falls Sie bereits entsprechend ausgerüstet sind)
- 1 Teelöffel Honig oder 1 Priese Salz (Meersalz oder Steinsalz)
Sie geben die Haferflocken in das kalte Wasser und bringen das Ganze zum Kochen. Nach kurzem Aufkochen rühren Sie das Linomel hinein und lassen die Suppe (eigentlich ist es eher ein Brei) auf ausgeschalteter Platte noch einige Minuten quellen. Zum Schluss rühren Sie den Honig hinein und können dann servieren.
Um 10 Uhr gibt es einen frisch gepressten Karottensaft (1 Glas)
Wenn es vertragen wird, kann nachmittags noch ein Glas Papayasaft mit einem hineingerührten, gehäuften EL Leinsamen oder Linomel gegeben werden.
Mindestens 3x am Tag erhält der Kranke ein warmes Getränk (Grüner Tee / Kräutertee). Auch hier gilt das bereits weiter oben in Bezug auf das Süßen und die Verwendung des Grünen Tees Gesagte.
Wenn der Kranke zusätzlich zu den 3 Tassen Tee auch gerne noch kalte Getränke mag (Zimmertemperatur), dann kann er natürlich nach Belieben auch noch Wasser, verdünnte oder unverdünnte Säfte trinken.
Für einen solchen Tag benötigen Sie etwa:
- ½ Packung Linomel oder entsprechend 100 -125 g Leinsamen.
(Ganzer Leinsamen wird meist in 500 g Packungen im Handel angeboten.)
- feine Vollkorn - Haferflocken
- Grüner Tee oder/und verschiedene Kräutertees
- 500 g Karotten zum Entsaften oder eine Flasche Karottensaft aus dem Reformhaus oder Bioladen
- 200 ml Fermentgold (Papayasaft) oder ½ Papaya und 1-2 Äpfel zum Pressen des Frischsaftes
- Honig (Bioqualität)
- Salz (Meer- oder Steinsalz)
© Michael Bierschenk - www.oel-eiweiss-kost.de 02/2010