"Immer wenn jemand daherkam und meinen Sohn davon zu überzeugen versuchte, dass Milchprodukte schlecht für ihn seien und er dann seine Diät änderte und alle Milchprodukte wegließ (die einzigen Milchprodukte die er aß waren Bio-Rohmilch und Bio-Quark), stellte sich eine Menge der Symptome seiner Leukämie (CML) einschließlich der starken Müdigkeit und der Knochenschmerzen wieder ein. Er ist inzwischen davon überzeugt, dass die tägliche Quark-Leinölmischung in seiner Ernährung eine Notwendigkeit ist, denn nach mehreren Versuchen sie beiseite zu lassen und obwohl er weiterhin eine sehr gesunde biologische Rohkost zu sich nahm, fühlte er sich erst immer dann wieder symptomfrei, wenn er die Quarkmischung wieder zu sich nahm."
(12/07)
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PRAXIS der ÖEK
Der kommentierte Tagesplan für die Krankenkost Seite 1 - Seite 2
Der im Folgenden vorgestellte und kommentierte Tagesplan ist ein grundlegendes Schema und beschreibt einen Tagesablauf im Rahmen der Krankenkost. Sie finden ihn auch in unkommentierter Kurzform an anderer Stelle auf dieser Homepage und auch im Buch: Krebs - Das Problem und die Lösung. Gesunde, welche die ÖEK als eine gesunde und allerlei typischen Zivilisationskrankheiten vorbeugende Kost ansehen, finden entsprechende Informationen in einem später folgenden Artikel zum Thema: Die Gesundenkost. Gleiches gilt natürlich auch für die Familienmitglieder von Kranken, falls bei dieser Gelegenheit gleich die Ernährung der gesamten Familie umgestellt wird.
Auch hier wollen wir uns einmal einen originalen und von Dr. Budwig handschriftlich ergänzten Tagesplan ansehen. Diese Ergänzungen beziehen sich auf einen Mann, welcher Dr. Budwig im Jahr 2000 aufsuchte. Diesen Vordruck hat Dr. Budwig vermutlich über mehrere Jahrzehnte in unveränderter Form benutzt.

Den Plan werde ich jetzt einmal Punkt für Punkt durchgehen und falls erforderlich bzw. sinnvoll mit Anmerkungen versehen.
Gerade im Fall einer Krebserkrankung darf dieser Punkt auf keinen Fall vernachlässigt werden. Gelegentlich empfahl Dr. Budwig, auch abends ein weiteres Glas Sauerkrautsaft zu trinken. Einige Menschen haben zunächst Probleme mit dem Geschmack des Sauerkrautsaftes. Es hat sich aber herausgestellt, dass sich das Problem auflöst, wenn sie mit einer kleinen Menge beginnen (z. B. ein Schnapsglas voll) und dann die Dosierung langsam erhöhen. Auf diese Weise sind sogar schon anfängliche Sauerkrautsaftgegner zu Sauerkrautsaftliebhabern geworden.
In der älteren Literatur erwähnte Dr. Budwig auch die Möglichkeit, Sauermilch (Dickmilch, Buttermilch, oder ähnliches) anstatt des Sauerkrautsaftes zu trinken. In ihren letzten Publikationen taucht aber nur noch der Sauerkrautsaft auf, was den Schluss nahelegt, dass dieser den Milchprodukten eindeutig vorzuziehen ist.
Auch für die Mahlzeiten wird empfohlen, milch-sauer eingelegtes Gemüse (Sauerkraut, Gurken, ...) häufig in den Speiseplan einzubeziehen.
Sowohl bei dem Saft, als auch beim eingelegte Gemüse sollten Sie darauf achten, dass keine zusätzlichen Konservierungsstoffe enthalten sind, die das Produkt dann jahrelang haltbar machen sollen. Das milch-sauere Einlegen ist ja an sich schon eine traditionelle – und dabei sehr gesunde – Konservierungsmethode.
Trinken Sie zuerst ein Glas Tee und nehmen dann das Quark-Leinöl-Müsli zu sich. Auch wenn es von Dr. Budwig als LINOMEL-Müsli bezeichnet wird, können Sie an Stelle des Linomels natürlich auch frisch geschrotete Leinsaat verwenden.
Als Tee können können Sie ganz gewöhnliche Kräutertees oder auch andere Tees trinken, denen man positive Wirkungen bei Tumorerkrankungen oder gezielte Wirkungen auf bestimmte Organe nachsagt (Grüner Tee, Lapacho, Mariendistel, ...)
Möhrensaft, Rettichsaft, Brennesselsaft mit Zitrone u. a. wie verordnet.
Da die damals verordnende Person (Dr. Budwig) nicht mehr unter uns weilt, muss heute jeder selber entscheiden, welchen Saft, bzw. welche Säfte er für sich nutzt. Ein Glas Karottensaft sollte es auf jeden Fall sein, da dieser Saft in den unterschiedlichsten auf die Krebserkrankung bezogenen Ernährungskonzepten eine wichtige oder auch die Hauptrolle in Sachen „Saft“ spielt.
Eine halbe Stunde später nehmen Sie einen 2. Saft zu sich. Sehr häufig verordnete Dr. Budwig an dieser Stelle den Brennesselsaft. Das ist natürlich nur zu den passenden Jahreszeiten möglich.
Dem Thema:„Säfte“ werde ich einen eigenen Artikel widmen, um Ihnen die den jeweiligen Säften zugeschriebene Wirkung vorzustellen. Anhand dieser Informationen vermag sich dann jeder selber diesen oder jenen 2. Saft 'verordnen'.
Häufig werde ich gefragt, ob denn der Sekt (oder auch das Glas Wein am Abend oder Alkohol generell) ein zwingender Bestandteil des Kostplans seien. Die Frage lässt sich klar mit: „Nein“ beantworten. Bei Problemen mit der Leber oder mit Alkoholismus scheiden Sekt und Wein verständlicher Weise von vornherein aus. Das Glas Sekt wurde zum Bestandteil dieses Tagesplans, weil sich herausgestellt hatte, dass diese Kombination von Sekt und Leinsaat selbst von Schwerkranken sehr gut vertragen wird. Möglicherweise erleichtert der Alkohol auch die Aufnahme der Lipoproteide im Organismus. Lipoproteide nennt man die Verbindung von Aminosäuren und den Fettsäuren, welche in der Leinsaat in ihrer ursprünglichsten Form vorliegt.
Für den Salat sollten Sie nicht nur die sonst üblichen Salatpflanzen wie Kopfsalat, Feldsalat und evtl. noch Tomaten verwenden, sondern durchaus auch Gemüse. Alle Kohl- und Krautsorten lassen sich sehr gut zu Rohkostsalat verarbeiten. Das gilt auch für Blumenkohl oder Brokkoli.
Für die festeren Gemüsesorten wie Karotten, Kohlrabi oder auch, um die Stiele von Brokkoli oder Zwiebeln zu zerkleinern bieten sich Gemüsehobel (z. B. von der Firma Börner) an, mit deren Hilfe Sie das Gemüse in sehr feine Streifen hobeln können.
Dr. Budwig selber zählt im Plan einige Pflanzen auf, die nicht gerade üblicherweise in Salaten verwendet werden, welche aber von außergewöhnlich hohem gesundheitlichem Wert sind. Betrachten Sie diese Vorschläge nicht als überflüssig, sondern verwenden sie diese Pflanzen wirklich auch in der Praxis. Auch Brennesseln eignen sich sehr gut als Salatbestandteil. Darauf werde ich im Kapitel über die Einbeziehung von Wildpflanzen näher eingehen.
Neben den im Plan angegebenen Zutaten für die Salatmayonaise, finden Sie weitere Vorschläge im Kochbuch. Auch klare Salatdressings bei denen das Leinöl nicht mit dem Quark, sondern z. B. mit Apfelessig oder Shoyu angerührt werden finden Sie hier.
Da Gemüse, das roh ist, lebt und atmet, bevorzugt wird, soll so viel wie möglich roh gereicht werden. Gedämpfte Gemüse schaffen aber hin und wieder angenehme Abwechslung.
aus: Krebs – ein Fettproblem, S.31
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© Michael Bierschenk - www.oel-eiweiss-kost.de 03/2010