Die folgende Aufzählung listet alle Salat- und Gemüsepflanzen auf, welche von Dr. Budwig in ihren unterschiedlichen (auch älteren) Büchern zur Mitverwendung in Salaten empfohlen wurden:

Beinwell

Blumenkohl

Brunnenkresse

Chicoree

Endiviensalat

Feldsalat (Rapunzelsalat, Nüsschen)

Fenchel

Gartenkresse

Hirtentäschchen

Karotten

Kohlrabi

Kopfsalat

Löwenzahn

Rapunzel

Rettich

Rosenkohl

Schafgarbe

Scharbockskraut

junge Schlüsselblumenblätter

Sellerie

Spargel

Spitzwegerich

Vogelmiere

Weidenröschen

Weißkraut (Kappes)

Wiesenbocksbart

Zuckererbsen








 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der kommentierte Tagesplan für die Krankenkost (Fortsetzung)

Des weiteren spricht auch nichts dagegen, das komplette Mittagessen in Form eines Rohkostsalates zu sich zu nehmen. Sie bereiten dafür lediglich eine größere Menge sowohl des Salates, als auch der Mayonnaise zu. Die Mengenverhältnisse der Mayonnaisengrundmischung übernehmen Sie hierbei einfach vom Müslirezept ( ca. 100 g Quark, 3 EL Öl und 3-4 EL Milch) und würzen danach mit Meersalz, Senf, frischen Kräutern, Hefeflocken, Sojasauce, hinein passierten Gewürzgurken oder Ähnlichem. Es lässt sich eine unglaubliche Vielzahl an Geschmacksrichtungen kreieren, so dass Ihnen der Geschmack sicher nie langweilig werden wird. Die geschmackliche Vielfalt erhöht sich natürlich durch die Variation unterschiedlicher Salat- und Rohkostbestandteile noch weiter.

Anrichten können Sie die Rohkost entweder direkt auf den Tellern (s. Foto), auf einer großen Platte oder auch gleich mit dem Quark-Leinöl-Dressing durchgemischt in einer Schüssel.

 

Rohkostteller ohne Dressing

Rohkostteller ohne Dressing

Die fertige, angerichtete Rohkostplatte kann dann durch darüber gestreute Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne oder andere Saaten noch weiter verfeinert werden.

Bedenken, dass lediglich ein Rohkostsalat einen Menschen doch nicht satt machen können, werden sich sofort zerstreuen, wenn Sie diese Rohkostversion des Mittagessens einmal ausprobiert haben. Die lang anhaltende Sättigung durch die Quark-Leinöl-Mischung kennen Sie ja auch schon vom Müsli. Auch das Gefühl, „nichts zu beißen“ zu haben taucht sicher nicht auf, da solche Salate ja nicht nur aus Blattsalat, sondern zum Großteil aus bissfesten Bestandteilen bestehen.

Den Sättigungsgrad und die geschmackliche Vielfalt können Sie – wenn Sie zu den „starken Essern“, wie Dr. Budwig sich oft ausdrückte, gehören – erhöhen, indem Sie die Bestandteile des Salates um gewürfelten Schafskäse, Hartkäse oder Avocado erweitern.

Achten Sie darauf, dass der Salat, egal ob als kleinere Vorspeise oder als alleinige Hauptmahlzeit gereicht, immer einen Anteil an grünen Pflanzen enthalten sollte.

Am rechten Rand finden Sie eine Auflistung von möglichen Salatpflanzen und Gemüsen.

Machen Sie sich keine Gedanken, wenn Sie gar nicht alle hier aufgezählten Salate, Gemüse und Wildpflanzen kennen, geschweige denn, wie man sie zubereitet. Diese Liste soll Ihnen lediglich verdeutlichen, wie umfangreich und vielfältig die Auswahl an Pflanzen ist, welche Dr. Budwig, in roher Form genossen, für gesundheitlich besonders wertvoll erachtete.

12:30 Uhr Hauptgericht: Gemüse gegart in Wasser und der Nachtisch: Quark-Leinöl-Creme mit Honig

Das Gemüse in etwas Wasser zu garen ist sicherlich die schonendste Art der Gemüsebereitung. Das Kochwasser kann dann auch gleich noch zur Zubereitung der Gemüsebrühe verwendet werden und auch Bestandteil einer Suppe am Abend sein. Zum Weggießen ist es einfach zu schade. Noch besser ist lediglich die Verwendung eines Dampfgarers. Diese Geräte erlauben gleichzeitig auch noch die Zubereitung der Beilagen, seien es Körner oder auch der Kartoffeln, welche Sie mit der Schale kochen sollten. Viele wertvolle Bestandteile der Kartoffel befinden sich in oder dicht unter der Schale. Natürlich empfiehlt es sich auch hier, Bio-Kartoffeln zu verwenden. Das hat den zusätzlichen Vorteil, dass Sie die Schale mitessen können.

Das im Plan erwähnte Diäsan war ein von Dr. Budwig entwickeltes Streichfett, welches bis vor einigen Jahren in Reformhäusern erhältlich war.

Heute wird es durch das problemlos selbst herzustellende Streichfett Oleolux ersetzt (vgl. Rezept: Oleolux). Einige allgemeine Hinweise zum Garen von Gemüse finden Sie auch im Kochbuch von Dr. Budwig.

Natürlich können Sie auch die im Originalplan für den Nachtisch als Zutaten vorgeschlagenen Spirituosen weglassen. Wenn Sie aber keine Probleme mit Alkohol an sich oder Ihrer Leber haben und diese Zutaten ausprobieren werden Sie möglicherweise erstaunt sein, wie der Nachtisch nicht nur im Geschmack, sondern auch in seiner Bekömmlichkeit dadurch aufgewertet wird.

Thema: „So viel kann ich unmöglich essen!“

Viele Menschen sind nachdem sie die Vorspeise und das Hauptgericht gegessen haben völlig satt. Verzichten Sie aber keinesfalls darauf, die 2. „Großportion“ Leinöl neben dem morgendlichen Müsli zu sich nehmen. Sie sollten pro Tag auf ca. 6-8 EL Leinöl in Form der Quark-Leinöl-Mischung, kommen.

Eine Möglichkeit dieses Problem zu umgehen, wäre die oben beschriebene Alternative, als Mittagsmahlzeit ausschließlich eine etwas umfangreichere Salat- und Rohkostplatte mit einer dem Müsli entsprechenden Quark-Leinöl-Dosis zu sich zu nehmen. Wenn Sie dann noch eine etwas kleinere Portion der Quark-Leinöl-Creme (mit 2 EL Leinöl) als Nachspeise zubereitet zu sich nehmen, sind Sie bereits bei einer Tagesdosis von 8 EL Leinöl angekommen (3 EL im Müsli, 3 EL im Rohkostdressing und 2 EL in der Nachspeise).

Denjenigen, welchen hierbei aber die warme Mittagsmahlzeit fehlen würde, bleibt natürlich die Möglichkeit, die Portionsgrößen an den eigenen Hunger anzupassen. Im Kochbuch von Dr. Budwig fehlt leider meistens die Angabe, für wieviele Personen das Rezept gedacht ist. Manche Zutatenmengen scheinen für eine Portion ok zu sein und bei anderen Rezepten würden die Mengen auch fast für eine ganze Familie ausreichen.

Machen Sie sich am besten bei den einzelnen Rezepten Notizen, welche Mengen für Sie persönlich beim nächsten Zubereiten eines Rezeptes passend sein werden.

Die 3. Möglichkeit, dieses Problem zu umschiffen ist die, dass Sie den Nachtisch einfach erst um 14:00 Uhr zu sich nehmen. In dem Fall solle er möglichst erst dann zubereitet werden und nicht schon 1 1/2 Stunden mit dem bereits geschnittenen Obst herumstehen.

15:00 Uhr - 1 Esslöffel Linomel entweder in 1 Glas Sekt oder 1 Glas Saft

Das Glas Sekt ist auch hier eine Vorgabe für Schwerkranke in der ersten Zeit der Kostumstellung, wenn es ihnen noch schwer fällt, überhaupt etwas zu sich zu nehmen. Als Säfte werden hier angeführt: Traubensaft, Muskateller-Kirsch oder Ananassaft. Wechseln Sie zwischen verschiedenen Saftsorten ab, halten aber einen Schwerpunkt auf dem Ananassaft, vor allem wenn Ihr Stoffwechsel (bei Problemen mit Leber, Galle oder Bauchspeicheldrüse) Unterstützung braucht.

15:30 Uhr - 1-3 Esslöffel Linomel in 1-3 Gläser Muttersaft oder Fermentgold

Das bedeutet, dass Sie – egal wieviele Gläser Sie trinken – in jedes Glas Saft einen Esslöffel Linomel hineinrühren. Anstelle des Linomel können Sie hier natürlich auch wieder frisch geschrotete Leinsaat verwenden. Mindestens einer der Säfte sollte immer Papayasaft sein, sei er selber hergestellt oder als „Fermentgold“ fertig gekauft.

18:00 Uhr – Suppe aus Buchweizengrütze in Gemüsebrühe

Lebe morgens wie ein Fürst,
mittags wie ein Weiser,
abends wie ein Bettler.

Dieses Zitat entnahm ich dem Buch: Krebs – ein Fettproblem (Budwig, 1956). Eine Quelle ist dort nicht angegeben und ich nehme an, dass es einfach dem Topf der allgemeinen Lebensweisheiten entstammt. Ich habe es deshalb hier angeführt, weil ich immer wieder gefragt werde, ob man denn nicht auch noch eine Scheibe Brot essen könne, um nicht am späteren Abend wieder Hunger zu bekommen. Natürlich kann man das tun und eine leckere Scheibe Vollkornbrot mit Oleolux und einem Käse bestrichen kann hier ein wahres Schmankerl sein. Allerdings sollten Sie in der aktiven Tumorphase von Brot und anderen Mehlprodukten eher Abstand halten. Lediglich die Verwendung von Hartkäsesorten (z. B. als Brotbelag) und Kartoffeln wurde von Dr. Budwig für die Abendmahlzeit kategorisch abgelehnt.

Essen Sie in jedem Fall am Abend nur leicht verdauliche Kost und gehen Sie nicht all zu spät schlafen, denn auch der bekannte Satz: „Der Schlaf vor Mitternacht ist der beste.“ beruht vermutlich auf jahrhundertelangen Erfahrungen zum Thema Schlaf.

20:30 Uhr – Ein Glas Rotwein, evtl. mit etwas Honig

Dieses Glas Rotwein gehört nicht zum „Pflichtprogramm“ der Krankenkost. Der Grund, warum Dr. Budwig diesen Punkt als Abschluss des Tages in den Tagesplan mit aufgenommen hat war der, dass dieses Glas Wein, besonders in der Phase direkt nach dem Absetzen der Schmerzmittel, das Einschlafen etwas erleichtert. Dieses Absetzen der üblichen Schmerzmittel war für Dr. Budwig eine der Vorbedingungen für die Übernahme der Betreuung eines Krebspatienten.

Gemieden werden Strahlen und Substanzen, welche dissoziierend wirken auf die Assoziation von Fett und Eiweiß. Hier gelten narkotisch wirkende oft schmerzlindernde Mittel als störend für den Energieaufbau und die Funktion der Lipoidmembran.

aus: Inauguraldisputation; Budwig, 1979

Dieses Gläschen Wein dürfen Sie sich vermutlich auch ohne Probleme genehmigen, wenn Sie einfach schon immer am Abend gerne ein Gläschen Wein getrunken haben (immer vorausgesetzt, dass Sie weder Alkohol- noch Leberprobleme haben).

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 © Michael Bierschenk - www.oel-eiweiss-kost.de 03/2010