Erfahrungsschnipsel Erfahrungsschnipsel sind kurze Statements zu Erfahrungen mit der ÖEK, so wie ich sie alle paar Tage in meinem Email-Briefkasten finde. Als Erfahrungsberichte sind sie zu kurz, aber zum Wegwerfen zu schade. In diesen kurzen Zitaten zeigt sich auch recht deutlich, dass die positiven Wirkungen dieser Kost nicht nur im Bereich der Krebserkrankung zu suchen sind.

"Zu Ihrer Information: Ich betrachte mich als durch die Budwigkost vom Asthma und schweren Allergien geheilt. Das passierte "zufällig", als ich beschloss, die Öl-Eiweiss-Kost ganz strikt durchzuführen, um meinen Vater (Kolonkarzinom mit Lebermetastasen) und meine Mutter (Gehirntumor) ermutigen wollte, diesen Ansatz ganz gewissenhaft durchzuführen."
(11/07)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die kommentierte Lebensmittelliste der erlaubten und verbotenen Lebensmittel in der ÖEK (Krankenkost)

Die Öl-Eiweiß-Kost ist, wie der Name schon sagt, eine Kostform. Das bedeutet, es handelt sich bei ihr um ein komplettes Ernährungssystem, welches dem kranken Organismus alle notwendigen Nahrungsbestandteile zur Verfügung stellt, die er zur Gesundung und dann auch zum 'Gesund Bleiben' benötigt. Durch diese Kost kommen sowohl viele Lebensmittel, als auch Gewürze und Kräuter auf den Speiseplan zurück, die vor der Zeit der industriell hergestellten Nahrungsmittel und Kochhilfen (Fertigsaucen, Würzmischungen, ganze Fertiggerichte ...) allen Hausfrauen und Köchen vertraut waren.

Gleichzeitig werden aber auch viele Bestandteile der heute gängigen und allgemein als 'OK' eingestuften Normalkost gestrichen. Das ist besonderst im Rahmen der Krankenkost zu beachten, in der es von großer Bedeutung ist, sich so strickt wie möglich an diese Vorgaben zu halten.

Es sei an dieser Stelle auch noch einmal erwähnt, dass ein kranker Organismus zum Gesunden und gesund bleiben mehr braucht als nur eine optimale Ernährung (Bewegung, seelische Balance,...). Aber die Ernährung ist sicher eine der wichtigsten Säulen auf der Gesundheit gründet.

Auch Gesunde werden an Hand der Erläuterungen in der folgenden Lebensmitteltabelle erkennen, dass einige der durchaus gängigen Nahrungsmittel keine Lebensmittel im besten Sinne des Wortes sind, sondern in erster Linie den Magen füllen und ein Sättigungsgefühl herbeiführen.

In der folgenden Auflistung führe ich die in der Öl-Eiweiß-Kost erlaubten und die vom Speiseplan zu streichenden Nahrungsmittel auf. Die Angaben beziehen sich auf die strenge Form der Krankenkost. Wenn irgend möglich, sollten Sie sich an biologisch angebaute Lebensmittel halten.

Erlaubte LebensmittelBio-Siegel

Gemüse:

Alle Sorten von Gemüse sind erlaubt. Achten Sie hier, wie bei den Salaten, auf eine möglichst vielfältige Palette an unterschiedlichen Gemüsesorten. Das Gemüse wird schonend gedämpft und erst nachträglich mit Oleolux und Kräutern gewürzt. Das Kochwasser kann man zur Weiterverwendung aufheben (z.B. abends für einer Gemüsesuppe mit Buchweizen).

Gemüsesorten, denen man heute wissenschaftlich nachgewiesen krebshemmende Eigenschaften zuspricht sind:

Alle Kohlsorten (Kreuzblütler), vor allem Brokkoli und Rosenkohl, aber auch Grünkohl und Blumenkohl.

Die in großem Umfang enthaltenen krebshemmenden Inhaltsstoffe der Kohlsorten vertragen extreme Hitzeeinwirkungen nur schlecht. Deshalb sollten Sie diese Gemüsesorten nur sehr kurz kochen oder, was noch besser ist, sie als Bestandteile von Rohkostsalaten zubereiten. Dr. Budwig hat in den letzten Jahren ihrer Arbeit mit Krebspatienten häufig die Anweisung gegeben, Kohl nur in der Rohkost zu verwenden, also ihn nicht als Gemüse zu kochen. Auch das gründliche Kauen ist bei dieser Pflanzengattung sehr wichtig, um das enthaltene Potenzial an wirksamen sekundären Pflanzenstoffen freizusetzen. Diese Zusammenhänge werden sehr gut in dem empfehlenswerten Buch: Krebszellen mögen keine Himbeeren verständlich erläutert. Wenn Sie sich einmal den von Dr. Budwig handschriftlich ergänzten Tagesplan im vorhergehenden Artikel anschauen, so wird Ihnen nun wahrscheinlich auf der linken Seite die Anmerkung: „Kein Kohl, nur frisch“, bezogen auf das mittägliche Hauptgericht: Gemüse, auffallen. Ob sie damit alle Kohlsorten meinte oder vielleich nur den Weißkohl, der von allen Kohlarten am ehesten als Salat gegessen wird weiß ich nicht. Auf jeden Fall lassen sich alle Kohlsorten sehr gut als Bestandteile von Rohkostsalaten verwenden. Aber wie schon gesagt, wenn Sie den Kohl nur relativ kurz (al dente, um im Nudeljargon zu sprechen) kochen, ist das sicher auch OK.

Salate / Rohkost:

alle Sorten (mögl. biologisch angebaut), auch Wildkräutersalate wurden von Frau Budwig immer wieder empfohlen. Immerhin enthält ihr Kochbuch auch 4 Rezepte für Brennnesselgemüse und eines für Löwenzahnsalat. Auch viele Salatsoßen sind dort zu finden, so dass man die Salate wirklich sehr abwechslungsreich "dressieren" kann.

Vom Wert des Rettichs und Rettichsaftes sollte man wissen, dass er oxydations-fördernde Fermente enthält. Man sollte sich des Brennesselsaftes bedienen, die anregende Wirkung des Meerrettichs wahrnehmen, Wildgemüse in ihrem Wert erkennen. Es ist sicher nützlich, die stärker spezifische Auswirkung dieses oder jenes Krautes zu kennen. Viel ist von diesem wertvollen Wissensgut auch in der Reform und Naturheilkunde noch gewahrt.

Dr. J. Budwig: Das Fettsyndrom - Selbstverlag, Hyperion-Verlag 1959, S.142

Obst:

Alle Obstsorten (mögl. biologisch angebaut) sind erlaubt und heute fast zu jeder Jahreszeit erhältlich. Man sollte sich aber trotzdem überlegen, ob es nicht sinnvoller ist, zum Großteil regional und saisonal einzukaufen. Auch in der Verwendung von Trockenfrüchten sah Dr. Budwig in der an frischem (regionalem) Obst ärmeren, kalten Jahreszeit eine Möglichkeit, die Auswahl an Früchten etwas zu erweitern. Diese Situation hat sich ja heute grundlegend verändert, so dass man ganzjährig ein vielfältiges Sortiment an frischem Obst (auch in Bioqualität) findet. Trotzdem ist es sicher nicht verkehrt sich auch die Frage zu stellen, wie sinnvoll es ist, frisches Obst und Gemüse um den halben Globus zu schippern, anstatt sich unter Umständen auch ein wenig einzuschränken und vorwiegend regional produzierte Lebensmittel zu sich zu nehmen. Aber Dogmatismus und Rigidität in dieser Frage scheinen mir angesichts einer lebensbedrohenden Erkrankung nicht unbedingt am Platz.

Obst ist - genau wie das Gemüse - natürlich auch das Ausgangsmaterial für die frischen Presssäfte (vgl. Tagesplan). Für einige wichtige Früchte (z. B. Ananas und Papaya zur Herstellung der Säfte) kommt der regionale und saisonale Einkauf natürlich nicht in Frage.

Beilagen zum Gemüse:

Als "Körnerbeilage" sollte nicht nur der allgemein übliche Reis verwendet werden, sondern auch der von Dr. Budwig ganz besonders empfohlene:

Buchweizen

Dieser ist in Wirklichkeit keine Getreideart, sondern er gehört zu den Knöterichgewächsen. Wichtig zu wissen ist, dass es sich bei ihm um einen so genannten Schwermetallsammler handelt. Das bedeutet, er nimmt überdurchschnittlich viele Schwermetalle aus dem Boden auf. Da beim konventionellen Anbau verstärkt Schwermetalle durch Düngemittel und Klärschlamm in den Ackerboden eingebracht werden, sollte man Buchweizen nur aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) verwenden.

Zubereitung:
Buchweizen ist von allen Beilagen am schnellten gar. Zur Verwendung als Beilage reicht die 1 – 1 1/2fache Menge Wasser und so bleibt er auch recht körnig. Geben Sie den Buchweizen und die entsprechende Wassermenge in den Topf (+ Salz, Gemüsebrühe oder andere Gewürze), bringen das Ganze zum Kochen und schalten bereits nach einer Minute Köcheln die Platte wieder aus. Nun quillt der Buchweizen bei absteigender Hitze während der nächsten 15 Minuten aus und ist fertig.

Andere, sehr zu empfehlende Beilagen sind:

Hirse

Hirse wird schon seit grauer Vorzeit als ganz besonders gutes und auch gesundes Lebensmittel geschätzt. Vermutlich handelt es sich um das älteste, von Menschen angebaute Getreide. Wenn Sie die Hirse noch nicht kennen, probieren Sie sie auf jeden Fall einmal aus. Hirse enthält die meiste Kieselsäure von allen Getreidearten und wird in ihrem Eisengehalt lediglich von Amarant übertroffen.

Zubereitung:
Bei der Zubereitung von Hirse müssen Sie beachten, dass Sie als Wassermenge nicht die doppelte, sondern die 3fache Menge der Körner nehmen. Wenn Sie das nicht berücksichtigen, erhalten Sie wahrscheinlich eine ziemlich feste Masse, die es nach Trocknung in seiner Stabilität vermutlich mit Beton aufnehmen kann. Lassen Sie das Ganze 5-10 Minuten köcheln und stellen dann die Herdplatte aus oder auf sehr schwache Hitze. Nach weiteren 10 – 15 Minuten des Ausquellens ist die Beilage fertig und kann z. B. mit etwas Oleolux verfeinert werden.

Quinoa

Quinoa ist auch ein seit tausenden von Jahren in den Anden gegessenes Grundnahrungsmittel, welches sehr reich an wertvollen Proteinen ist.

Es enthält von allen hier aufgeführten Beilagen mit Abstand den höchsten Gehalt an Methionin und Cystin, den beiden so wichtigen, schwefelhaltigen Aminosäuren.
In der Zubereitung entspricht es in etwa dem Reis. Sie können hier also die doppelte Menge Wasser mit den Körnern aufsetzen. Dann lassen Sie das Ganze nur 3-5 Minuten köcheln und stellen die Platte aus oder auf kleine Hitze. Der Rest passiert wieder von ganz allein.

Amarant

Zu guter Letzt sei hier noch Amarant genannt, welcher auch sehr viele der essentiellen Aminosäuren enthält. Herausragend ist auch sein hoher Gehalt an Eisen, Magnesium und Calcium. Er wurde ursprünglich hauptsächlich in Mittelamerika angebaut und von den Azteken und Inkas sehr geschätzt.
Zubereitung: Auch bei Amarant benötigen Sie die zweifache Menge Wasser, allerdings braucht er, trotz des geringeren Durchmesser eines einzelnen Kornes, etwas längere Quellzeit, als Quinoa.

Alle hier aufgezählten Getreidearten und getreideähnlichen Körner sind im übrigen frei von Gluten. Sie verhalten sich beim Garen etwas unterschiedlich, weshalb ich sie auch mit einigen Hinweisen versehen habe. Aber mit ein wenig Ausprobieren werden Sie den Dreh für jedes einzelne Getreide in kurzer Zeit heraus haben.

Die benötigte Menge an Wasser sinkt übrigens bei allen Körnersorten rapide, wenn Sie diese zusammen mit dem Gemüse in einem Dampfgarer kochen.

Kartoffeln

Kartoffeln (immer in der Schale kochen) Bei biologisch angebauten Kartoffeln kann und sollte die Schale natürlich möglichst mitgegessen werden. Abends sollten keine Kartoffeln mehr gegessen werden.(Quelle.)Information aus:
Das Fettsyndrom
Die fundamentale Funktion der Lipoide für das Grundproblem der vitalen
Sauerstoffaufnahme.
Dr. Johanna Budwig, Selbstverlag, Hyperion-Verlag 1959

Getreide, allgemein

Im Grunde können Sie alle Getreidesorten in der ÖEK verwenden sofern sie in Form des vollen Korns (Vollkorn) vorliegen. Das gilt selbstverständlich nicht nur für die bereits beschriebene „Körnerbeilage“ zu warmen Gerichten, sondern natürlich auch für den Zusatz von Frischkornbrei oder Getreideflocken zum Müsli. Dr. Budwig weist darauf hin, dass man bei den Flocken aber darauf achten sollte, keine in irgend einer Form gerösteten „Knuspeflocken“ oder ähnliche Röstprodukte zu verwenden. Der Gehalt an den erwünschten Lipoiden wird dabei durch Inaktivierung vermindert.

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 © Michael Bierschenk - www.oel-eiweiss-kost.de 05/2010