
Lapachotee
"Ich fühle mich in lebenssprühender Gesundheit mit einer Budwig-regenerierten Prostata und stehe kurz vor meinem 70. Geburtstag im März."
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PRAXIS der ÖEK
9.Tees
Es ist sicher sinnvoll, auch wenn Dr. Budwig es lediglich im Zusammenhang mit den Überleitungstagen erwähnt, auch in der Krankenkost drei mal am Tag ein warmes Getränk in Form von Tee zu sich zu nehmen. Aber das sollte letztendlich der Kranke nach seinen eigenen Bedürfnissen entscheiden.
Nur eine der 3 Tassen ist im Tagesplan fest verankert, nämlich morgens um 8 Uhr die Tasse Tee direkt vor dem Müsli. Dr. Budwig erwähnt an dieser Stelle lediglich grünen Tee und an anderen Stellen (z. B. im Zusammenhang mit den Überleitungstagen) bekannte Standart-Kräutertees wie Pfefferminztee, Hagebuttentee oder Malventee.
Im Gegensatz zu schwarzem Tee entwickelt der grüne Tee im Organismus eine krebshemmende Wirkung. Das ist inzwischen wissenschaftlich unbestritten. Für diese Wirkung sind die enthaltenen, unterschiedlichen Moleküle der Wirkstoffgruppe der Catechine verantwortlich. Diese Stoffe sind sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Polyphenole. Die bedeutendste Wirkung dieses Tees auf das Krebsgeschehen ist die Hemmung der Angiogenese. Angiogenese nennt man den Prozess der Bildung neuer Blutgefäße, den sich auch Tumore zu nutze machen, um ihre Blutversorgung zu sichern. Um diesen Wirkmechanismus im Körper auszulösen empfehlen die Forscher 3 Tassen des Tees über den Tag verteilt zu trinken. (vgl.: „Krebszellen mögen keine Himbeeren“)
Wichtig bei der Zubereitung dieses Tees ist, dass Sie ihn mindestens 8 – 10 Minuten ziehen lassen, da ansonsten nur ein Bruchteil seiner wertvollen Inhaltsstoffe frei gesetzt werden. Desweiteren hat auch die Auswahl der Teesorte einen großen Einfluss auf die Menge der darin enthaltenen Catechine. Generell kann man sagen, dass grüne Tees aus Japan deutlich mehr dieser Stoffe enthalten als diejenigen aus chinesischen Anbaugebieten. Nach einer Untersuchung, bei der 17 verschiedene Teesorten auf deren Inhaltsstoffe untersucht wurden, stellte sich die japanische Teesorte Sencha-Uchiyama als die gehaltvollste heraus.
Ich selber neige hier zu der Ansicht, dass – wenn man sich sowieso Kräutertee zubereitet – man hier doch auch die Wirkung unterschiedlicher Heilkräuter in Form von Tee für sich nutzen kann. Ich habe Ihnen deshalb hier einmal eine Tabelle zusammengestellt, welche Kräuter traditionell angewendet werden, um bestimmte Wirkungen zu erzielen. Damit die Tabelle nicht allzu sehr ausufert und die Anzahl der benötigten Kräuter überschaubar bleibt, beschränke ich mich hier auf Indikationen, welche gerade im Zusammenhang mit Krebserkrankungen besonders häufig anzutreffen oder sogar in jedem Fall von Bedeutung sind, wie zum Beispiel die Unterstützung der Leber bei ihrer Entgiftungsarbeit.
Die Heilwirkung von Kräutern wird heute im allgemeinen unterschätzt, was auch in diesem Fall vorwiegend darin begründet liegt, dass man damit kaum Geld verdienen kann (die Brennnessel wächst schließlich in Ihrem eigenen Garten) und das „Einwerfen“ einer Pille einfach bequemer ist. Dass es allerdings auch wirksamer sein könnte, bezweifele ich jedoch, zumindest bei den Wirkungszusammenhängen um die es hier geht.
Indikation |
passende Kräuter |
|---|---|
Unterstützung der Leber bei ihrer Entgiftungsfunktion |
- Mariendistel (die „Nummer 1“ auf diesem Fachgebiet), Löwenzahn, Pfefferminze, Anis, |
blutreinigend |
- Brennnessel, Ackerschachtelhalm, Löwenzahn, Schafgarbe, Holunderblüten, |
blutbildend |
- Johanniskraut, Lapacho |
harntreibend , entwässernd |
- Brennnessel, Ackerschachtelhalm, Majoran, Holunderblüten, Johanniskraut, |
beruhigend (auch als Einschlafhilfe) |
- Baldrian, Anis, Majoran, Pfefferminze, Johanniskraut, |
appetitanregend |
- Schafgarbe, Löwenzahn, Majoran, Pfefferminze, |
blähungstreibend |
- Anis, Ingwer, Kümmel, Pfefferminze, Oregano/Dost, Majoran, Schafgarbe, |
verdauungsstärkend |
- Pfefferminze, Schafgarbe, |
schmerzstillend |
- Pfefferminze, Johanniskraut, Lapacho |
Übelkeit |
- Ingwer, Pfefferminze, Zimt, |
Es empfielt sich in jedem Fall, täglich mindestens 1 Tasse Mariendisteltee zu trinken. Er unterstützt die Leber sehr gut bei ihrer Entgiftungsfunktion und sollte besonders nach einer vorhergehenden Chemotherapie mit durchaus 2-3 Tassen pro Tag für einige Wochen zum Einsatz kommen. Aber auch ohne dass man sich einer Chemptherapie unterzogen hat ist der Tee wichtig, da Entgiftung bei jeder Anti-Krebs-Strategie eine große Rolle spielt und spielen muss. Bauen Sie also gerade in den ersten Wochen mindestens eine Tasse dieses Tees in Ihren Tagesplan mit ein.
Wer sich für das Thema: Kräutertees aufgeschlossen zeigt und sich grundsätzlich für die praktischen Nutzen der verschiedenen Heilkräuter interessiert, dem sei an dieser Stelle Maria Trebens wohl bekanntestes Buch: „Gesundheit aus der Apotheke Gottes“ ans Herz gelegt. Maria Treben war eine Kräuterkundige aus Österreich. Sie war eine anerkannte Spezialistin auf dem Gebiet der Pflanzenheilkunde und stand ganz in der Tradition des in erster Linie durch seine Wasseranwendungen bekannten Pfarrers Sebastian Kneipp. Auch Dr. Budwig stützte sich in der Behandlung bzw. Beratung ihrer Patienten neben der Anwendung ihrer eigenen Forschungsergebnisse auf diese naturnahe Tradition.
Wer sich etwas intensiver mit unkonventionellen Heilmethoden in Sachen „Krebs“ befasst, stößt unvermeidlich auch auf den Lapachotee (im englischen Sprachraum meist Pao d'Arco Tee genannt). Aus diesem Grund scheint es mir sinnvoll, hier ein paar Zeilen über diesen Tee zu schreiben.
Der Lapacho-Tee besteht aus der inneren, geraspelten Rinde des Lapachobaumes, welcher in weiten Teilen Mittel- und Südamerikas vorkommt. Er schmeckt recht gut, etwas vanilleartig mit einer rauchigen Note, weshalb er in seinen Herkunftsländern – inzwischen aber auch bei uns – nicht nur wegen seiner Heilkraft, sondern auch als täglicher Gebrauchstee getrunken wird. Der Bekanntheitsgrad dieser Pflanze und sein umfangreicher Einsatz ist beispielsweise in Brasilien so groß, dass man diesen Tee dort in jeder Apotheke bekommt.
Die diesem Tee zugeschriebene Fähigkeit, Tumorwachstum zum Stillstand oder auch zur Umkehr zu bringen, scheint mir auf eher wenigen, anekdotischen Gegebenheiten zu beruhen, welche mit Sicherheit nicht ausschließlich auf die Wirkstoffe dieses Tees zurück zu führen sind. Eine Krebstherapie vorwiegend auf diesen Tee zu gründen scheint mir da doch etwas naiv zu sein. Trotzdem sind dem Tee einige Wirkungen nicht abzusprechen, welche bei Krebserkrankungen sehr erwünscht sind.
Prof. Dr. Walter Accorsi (Universität Sao Paulo) stieß in den 60er Jahren als erster westlicher Wissenschaftler auf diese Heilpflanze und ihre erstaunlichen Eigenschaften. Er stellte sehr schnell fest, dass der Tee aus der Rinde des Baumes in vielen Fällen die häufig sehr starken und typischen Krebsschmerzen zum Verschwinden bringen kann. Dieser Aspekt ist natürlich gerade im Zusammenhang mit dem Ansatz Dr. Budwigs sehr interessant, da Dr. Budwig bei ihren Patienten sofort und in allen Fällen die herkömmlichen Schmerzmittel in der Krebstherapie absetzte, weil diese ihrer Ansicht nach die Zellatmung stark behindern. Da das Problem der Krebsschmerzen aber weiterhin besteht, gilt es, natürliche Wege bei der Verringerung oder Beseitigung dieser Schmerzen zu finden und zu gehen. Die Lösung dieses Problems ist für den Erfolg der ÖEK in vielen Fällen auch sehr wichtig. An dieser Stelle bleibt festzuhalten, dass der Einsatz dieses Tees bei Krebsschmerzen einen Versuch mit durchaus reellen Erfolgschancen darstellt.
Die zweite, von Dr. Accorsi sehr schnell entdeckte Wirkung des Tees ist die, dass durch den Einsatz dieses Tees die Zahl der roten Blutkörperchen sehr schnell ansteigt, was natürlich in vielen Fällen – besonders nach Operationen - sehr wünschenswert ist.
Desweiteren bewies 1989 ein Team von 4 Wissenschaftlern des Instituts für Pharmazeutische Biologie (Ludwig-Maximilian-Universität München), dass bereits kleinste Mengen der in diesem Tee enthaltenen Wirkstoffe die Abwehrkräfte des Organismus sehr deutlich steigern. Da das Immunsystem der meisten Krebskranken in die Knie gegangen ist und dringend der Unterstützung und „Anfeuerung“ bedarf, kann auch unter diesem Aspekt dem Einsatz des Lapachotees in einer komplementären Krebstherapie eine durchaus größere Bedeutung zugeschrieben werden. Dies gilt um so mehr, als man zur Erreichung dieser Wirkung den Tee nicht literweise trinken muss, sondern 2 – 3 Tassen pro Tag dafür ausreichen sollten.
1 schwach gehäufter EL des Tees wird mit ½ Liter Wasser 3-4 Minuten lang aufgekocht. Danach lassen Sie den Tee etwa 15 Minuten zugedeckt ziehen, gießen ihn durch ein Sieb in eine Thermoskanne und trinken diese Menge über den Tag verteilt. Der Tee sollte eher lauwarm als heiß getrunken werden und kann bei Bedarf auch noch mit Zitronensaft, Zimt, Vanille oder Ähnlichem verfeinert werden.
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© Michael Bierschenk - www.oel-eiweiss-kost.de 10/2010