
27.09.2005 - Medizin
Der Saft von Granatäpfeln könnte künftig im Kampf gegen Prostatakrebs eingesetzt werden. Das schließen amerikanische Forscher um Hasan Mukhtar von der Universität von Wisconsin in Madison aus einer Untersuchung an Mäusen. Je mehr Granatapfelextrakt die Tiere mit dem Trinkwasser zu sich nahmen, desto langsamer schritt der Krebs fort. In weiteren Studien wollen die Forscher nun Wirksamkeit des Fruchtsafts beim Menschen untersuchen, meldet die Universität von Wisconsin.
Der Granatapfel,
eine aus dem Mittleren Osten stammende, tiefrote bis blassrosa Frucht,
enthält viele so genannte Antioxidantien und entzündungshemmende
Stoffe. Frühere Studien hatten bereits eine hemmende Wirkung
auf Tumoren der Haut gezeigt. In einem Laborversuch mit menschlichen
Prostatakrebszellen konnten die Forscher um Mukhtar nun auch einen
positiven Effekt bei dieser verbreiteten Krebsart nachweisen: Je
mehr Granatapfelextrakt sie zugaben, desto mehr Krebszellen starben
ab.
Nach diesem Experiment spritzten die Forscher menschliche Prostatakrebszellen in 24 Mäuse ein, bei denen sich daraufhin bösartige Tumoren bildeten. Anschließend gaben die Forscher den Mäusen entweder 0,1 Prozent oder 0,2 Prozent Granatapfelextrakt ins Trinkwasser. Diese Konzentrationen entsprechen laut den Forschern der Menge Granatapfelsaft, die ein gesunder Mensch täglich trinken kann. Eine dritte Gruppe von Mäusen diente zu Kontrolle und erhielt nur Wasser ohne den Wirkstoff.
Die
Resultate waren eindeutig: Bei den Mäusen, welche die höchste
Konzentration des Granatapfelextrakts erhalten hatten, war das Fortschreiten
des Prostatakrebses stark verlangsamt. Zudem sank die Anzahl so genannter
prostataspezifischer Antigene, die beim Menschen auf das Vorhandensein
von Prostatakrebs schließen lassen. Im Gegensatz dazu wuchs
der Tumor bei der Gruppe der Kontrolltiere, die normales Trinkwasser
erhalten hatten, viel schneller. Diese Ergebnisse seien ein weiterer
Beweis dafür, dass Granatäpfel sehr wirkungsvolle Substanzen
gegen Krebs insbesondere Prostatakrebs enthalten, erklärt
Mukhtar.
Pressemitteilung
der Universität von Wisconsin, Madison