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Mittwoch, 24. Januar 2007

Obst und Gemüse besser als künstlich extrahierte Einzelkomponenten

Im Gegensatz zum Genuss von Obst und Gemüse scheinen künstlich konzentrierte und ihrer natürlichen Umgebung beraubte Antioxidantien in Pillenform keinerlei positive, vorbeugende Eigenschaften bezüglich einer Vorbeugung von Magenkrebs zu haben.

Forscher der "International Agency for Research on Cancer in Lyon" haben in einer Studie untersucht, ob die Einnahme künstlicher Antioxidantien (in diesem Fall: Beta-Karotin, Vitamin A und Vitamin C) einen positiven Einfluss auf die Entwicklung von Vorstufen zum Magenkrebs ausüben kann.

An der Studie, welche in Venezuela durchgeführt wurde, dessen Bevölkerung einem relativ hohen Magenkrebsrisiko ausgesetzt ist, nahmen 1980 Menschen teil. Die eine Hälfte der Probanden erhielt täglich eine Kombination aus 750 Milligramm Vitamin C, 600 Milligramm Vitamin E und 18 Milligramm Beta-Carotin, während die andere Hälfte mit einem Placebo versorgt wurden. Nach Ablauf von 3 Jahren stellte sich heraus, dass zwischen den beiden Gruppen kein signifikanter Unterschied feststellbar war.

Dr. Budwig hat sich seit 1953 immer wieder gegen den Gebrauch von künstlich hergestellten oder isolierten Antioxidantien oder Vitaminpräparaten ausgesprochen. Ihre diesbezüglichen Aussagen richteten sich dabei allerdings nicht nur gegen solche pharmazeutischen Produkte und so genannte Nahrungsergänzungsmittel, sondern auch und vor allem gegen alle Arten von Antioxidantien, welche Lebensmitteln zum Zweck der Haltbarmachung zugefügt werden.

Der Grund dafür ist auch für einen Laien leicht zu verstehen:

Antioxidantien - im Volksmund häufiger als "Konservierungsmittel" bezeichnet - erschweren die Reaktionsbereitschaft damit behandelter Lebensmittel mit Sauerstoff. Eine solche chemische Reaktion mit dem in der Luft enthaltenen Sauerstoff bedeutet im Grunde den Verderb des Lebensmittels.

Auf Zufuhr von Carotin als Provitamin A (Möhren) wird besonderer Wert gelegt. Vitamin-A-Präparate enthalten häufig Oxydationsprodukte, von deren Gebrauch abgeraten wird. Wert wird gelegt auf Vitamin B in Milch, Buttermilch, Molke, in guter, wirklich lebender Hefe.

Die vorgenannten Grundstoffe unserer Nahrung finden sich in der naturbelassenen Frucht meistens in einem gut ausgewogenen Verhältnis, so zum Beispiel im Getreidekorn. Es erscheint mir nicht begründet, daß man nun den Keim wieder abtrennen soll, ihn erst „haltbar" machen muß durch Bestrahlen und diesen dann zu überhöhten Preisen in den Handel bringt. Ich empfehle daher, sich einen Zentner der ganzen Getreidefrucht zu erstehen und diese dann nach Bedarf vorgequollen zu genießen. Erst dann hat man die naturgegebene Zusammensetzung der Nahrungsgrundstoffe und
des entsprechenden Vitaminverbandes. Überdosierung an isoliertem Vitamin E wirkt nämlich als Antioxydans, also der Sauerstoffverwertung im Organismus entgegen."
aus: Dr.Johanna Budwig: "Der Tod des Tumors" S.160

Da man nun zwangsläufig mit dem Genuss des Lebensmittels sich auch die enthaltenen Konservierungsmittel (Antioxidantien) mit einverleibt, setzen diese nun auch im menschlichen Organismus ihre Arbeit fort. Sie verhindern / behindern weiterhin die Sauerstoffaufnahme. Nun zielt aber das ganze Bestreben der Ernährung nach Dr. Budwig daraufhin ab, die im Organismus des Kranken und im Speziellen in den Krebszellen selbst die Sauerstoffaufnahme wieder anzukurbeln und zu normalisieren.

Für die Krebszellen bedeutet das, dass sie in die Lage versetzt werden sollen, ihre ihnen eigentlich zugedachte Funktion wieder ausüben zu können und sich wie gesunde Zellen wieder des Sauerstoffes zur Energiegewinnung zu bedienen. Eine weitere Folge dieser Normalisierung des Zellstoffwechsels ist der, dass die Zellen wie von der Natur für gesunde Zellen ursprünglich vorgesehen auch wieder absterben.

Die in gesunden und frischen Lebensmitteln natürlich vorkommenden Antioxidantien stellen diesbezüglich allerdings kein Problem dar. Wie sollten sie auch? Sind sie doch mit allen anderen - teilweise noch völlig unbekannten - Komponenten ursprünglicher und unverarbeiteter Nahrungsmittel Teil eines Lebenszyklus, welcher sich seit zehntausenden von Jahren entwickelt und eingespielt hat.

Quelle

Zu diesem Thema siehe auch diesen: Erfahrungsbericht

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