Hautkrebs durch Sonnenlicht - ein Mythos

Teil 2

Es sollte auch nach der Verlässlichkeit von Hautkrebs-Diagnosen und Statistiken gefragt werden. Eine im British Medical Journal veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis: Je häufiger eine Hautbiopsie in einem bestimmten Gebiet durchgeführt wird, desto häufiger ist auch die Zahl von Melanom-Diagnosen. Von 1986 bis 2001 nahm die Zahl der Hautbiopsien um Faktor 2,5 zu, ebenso die Zahl der Melanom-Erkrankungen im Frühstadium. Unverändert blieb jedoch die Zahl der Melanom-Erkrankungen im fortgeschrittenen Stadium sowie die Zahl der Todesfälle durch Hautkrebs. Gemäß der Studie handelt es sich nicht um eine echte Zunahme der Melanomfälle. Heutzutage werden aufgrund besserer Diagnostik lediglich eine größere Zahl von Melanomfällen im Frühstadium entdeckt und mehr falsch-positive Diagnosen gestellt. Viele Hautärzte diagnostizieren somit fälschlicherweise vermehrt Hautkrebs und erwecken so den Anschein einer Hautkrebsepidemie.

Äthiopien 0,66   Kuwait 0,35
Albanien          2,85   Lettland 2,47
Algerien           0,32   Malaysia 0,23
Argentinien      5,61   Malta 2,49
Australien      32,90   Mexiko 0,94
Belgien            5,53   Neuseeland 27,90
Brasilien          2,74   Norwegen 18,50
Chile                4,63   Österreich 7,43
China 0,27   Oman 0,17
Costa Rica 1,30   Pakistan 0,07
Dänemark 12,10   Panama 0,70
Deutschland 7,37   Peru 1,18
Estland 4,01   Philippinen 0,38
Finnland 9,90   Polen 3,30
Frankreich 5,13   Portugal 2,48
Griechenland 2,17   Rußland 3,07
Großbritannien 6,36   Schweden 16,40
Hongkong 1,00   Schweiz 13,90
Indien 0,19   Singapur 0,41
Indonesien 0,22   Spanien 3,27
Iran 0,25   Südafrika 3,03
Irland 3,50   Thailand 0,33
Italien 5,02   Uruguay 5,16
Japan 0,50   USA 13,00
Kenia 0,77   Usbekistan 1,15
Korea 0,13      

Tabelle 2: Anzahl der neu diagnostizierten Hautkrebsfälle pro Jahr und 100.000 Einwohner. Nicht die geographische Breite steht im Verhältnis zur Zahl der Hautkrebsfälle, sondern eher Ernährung (hierbei vor allem reichlicher Fettverzehr, Mangel an Frischkost) und reichlicher Gebrauch von Sonnenschutzmitteln.

Anmerkung: Wenn die Hautkrebs- bzw. Melanomraten bei den verschiedenen Übersichten geringfügig abweichen, so ist dies meist auf unterschiedliche Jahreszahlen zurückzuführen.

Hautkrebs durch künstliche UV-Bestrahlung

Die Behauptung, Sonnenlicht verursache Hautkrebs, stützt sich auf Experimente mit Versuchstieren, die starken UV-Strahlern ausgesetzt wurden. Es ist jedoch ein Fehler, diese UV-Strahler mit dem Sonnenlicht gleichzusetzen und zwar aus folgenden Gründen:

1. Spektrum. UV-Strahler weichen in ihrer Spektralverteilung erheblich vom Sonnenspektrum ab. Es sei an die vielen Forschungsarbeiten von John Ott erinnert. Unter Sonnenlicht und hellem Tageslicht waren die Tiere gesund und munter. Täglich zwölf Stunden unter dem Licht von Leuchtstoffröhren ließ sie hingegen verkümmern und früh sterben. Je nach Spektralverteilung der Lampen verkürzte sich die Lebenserwartung und halbierte sich sogar unter rosafarbenen Leuchtstoffröhren. Krebs war die häufigste Todesursache bei solch naturwidrigem Licht.

2. Strahlungscharakteristik. Die Sonne sendet einen gleichmäßigen Lichtstrom aus, UV-Leuchtstoffröhren hingegen gehen 100mal in der Sekunde an und aus. 50 Hertz ergeben 50 Schwingungen in der Sekunde, damit 100 Halbwellen beziehungsweise 100 Lichtblitze.

3. Bestrahlungsdauer und -intensität. Wird die übliche Strahlungsdosis eines langen Zeitraums auf eine kurze Zeit konzentriert, muß die Dosisleistung in Größenordnungen gesteigert werden. Genau diesen Fehler machen ungeduldige Experimentatoren bei Tierversuchen in dem Bemühen, mittels extrem starker UV- Strahlung Hautkrebs auszulösen. Doch derartige tierquälerische Experimente lassen sich nicht auf die natürlichen Strahlungsverhältnisse übertragen.

4. Röntgenstrahlung. UV-Strahler und deren Vorschaltgeräte können schwache Röntgenstrahlung emittieren. Der UV-Strahlung werden in diesen Fällen Effekte zugeschrieben, die in Wahrheit auf unbeachtete Röntgenstrahlung zurückzuführen sind.

5. Elektrische Wechselfelder gelten als Krebsursache und können die Gesundheit auf vielfältige Weise beeinträchtigen. Unter UV-Strahlern herrschen im Gegensatz zur Sonne elektrische Wechselfelder und zum Teil auch magnetische Wechselfelder.

6.Funkstrahlung. Wenn Versuchstiere zusätzlicher Funkstrahlung ausgesetzt sind, wie es im Labor nicht selten der Fall ist, kann Hautkrebs begünstigt werden - ein Effekt, der fälschlicherweise der UV-Strahlung zugeschrieben wird. Wissenschaftler, die im Tierversuch herausfinden wollen, ob die Sonne Hautkrebs verursacht, müssen auch wirklich mit der Sonne experimentieren. Aber dann dürften die Versuchstiere ihr ganzes Leben lang gesund und munter bleiben. Und sie werden bei sonst gleichen Bedingungen länger leben als die Tiere der Kontrollgruppe, denen die Sonne vorenthalten wird. Nicht die Sonne ist das Problem, sondern die UV-Strahler und die unnatürlichen Bedingungen, unter denen die Versuchstiere gehalten werden.

Experimente mit UV-Strahlern zur Ermittlung des Hautkrebsrisikos haben weitere Schwächen. Nachtaktive Nagetiere sind sonnenempfindlich. Sie sonnen sich nur in Maßen. Wird Mäusen und Ratten auch noch das Fell abrasiert, so werden sie ihres natürlichen Sonnenschutzes beraubt. Es ist kein Wunder, wenn extrem starke UV-Strahler die Haut der armen Tiere geradezu verbrennen und nach häufiger Wiederholung dieser Verbrennung Hautkrebs entstehen kann. Es ist absurd, aus solcherart Versuchen den Schluß zu ziehen, Sonnenlicht verursache bei Menschen Hautkrebs.

Exakte Wissenschaft zeichnet sich dadurch aus, dass die Versuchsbedingungen mit allen Parametern beschrieben und keine unzulässigen Verallgemeinerungen getroffen werden. Sonst ergeben sich Irrtümer. Bei den Parametern sind zu berücksichtigen: Ernährung, Luftqualität, Lichtqualität, Strahlungsumfeld, Hygiene, Haltung, Auslauf, Streß, Populationsdichte, Ruhe, UV-Strahlungsdosis, Strahlungscharakteristik. Nur die wenigen Untersuchungen, die solchen Standards folgen, besitzen Aussagekraft.

...

Vitamin D als Radikalfänger

Viele der eingangs angeführten Studien haben ergeben, dass regelmäßiges Sonnenbaden zur Verhütung von Hautkrebs beiträgt. Wie ist das zu erklären? Aktives Vitamin D, das Zellwucherung zu bremsen und zu verhindern vermag, dürfte dabei eine entscheidende Rolle spielen. Das vom Körper selbst gebildete Vitamin D gilt als eines der wirksamsten Mittel zur Krebsverhütung und ist äußerst wichtig für die Erhaltung der Zellgesundheit. Auch die Hautzellen brauchen genügend Vitamin D, um gesund zu bleiben. Dazu bedarf es ausreichender UV-Bestrahlung.

Die Haut vergißt keinen Sonnenbrand

Die Haut darf beim Sonnenbaden nicht verbrennen. Sonnenbrand schädigt die Haut in starkem Maße. Häufiges Sonnenbaden bis unterhalb der Sonnenbrandschwelle läßt die Haut schneller altern. Mit jedem Sonnenbrand kann die Gefahr für Hautkrebs steigen, besonders bei falscher Ernährung und wenn die Haut durch regelmäßigen Gebrauch von Sonnenschutzmitteln und Kosmetika mit toxischen Inhaltsstoffen vorgeschädigt ist.

Falsch ist die Behauptung, Hautbräunung sei gefährlich und ebenso schlimm für die Haut wie das Rauchen. Bräunen ist ein natürlicher Vorgang, eine Schutzmaßnahme des Körpers, Rauchen hingegen eine gesundheitsschädigende Angewohnheit. Eine gebräunte Haut schützt gut vor Sonnenbrand und damit vor Hautschäden, die schließlich zu Hautkrebs führen können. Regelmäßiges und wohldosiertes Sonnenbaden, Aufenthalt und Arbeit im Freien erlauben es der Haut, den Selbstschutz aufzubauen. Dazu gehören die Pigmentierung, die dickere Hornhaut sowie die Bildung von Vitamin D. Zudem wirkt das bräunliche Hautpigment Melanin als Radikalfänger. Für die schädigende Auswirkung übertriebenen Sonnenbadens ist nicht die gesamte UV-Dosis in einem Jahr entscheidend, sondern wie oft die kritische Tagesdosis überschritten und die Haut verbrannt wurde.

Hautkrebs durch Sonnenschutzmittel

Report Mainz stellte fest: „Gefährlicher Irrtum - Hautkrebs trotz Sonnencremes“. Es wurden Menschen vorgestellt, die sich seit Jahren vor dem Sonnenbad fleißig eingecremt hatten, aber trotzdem Hautkrebs bekamen. Zitiert wurde der Hautarzt Professor Claus Garbe, Universität Tübingen: „Für den gefährlichsten Hautkrebs, das Melanom, ist bisher gar kein sicherer Schutz nachgewiesen.“

An der Universität von Iowa wurden im Jahre 2003 alle 18 epidemiologischen Studien ausgewertet, die in den letzten 38 Jahren die Frage zu beantworten suchten, ob die Verwendung von Sonnenschutzmitteln das Risiko für Hautkrebs senken könne. Das eindeutige Ergebnis: Der Gebrauch von Sonnenschutzmitteln vermag das Hautkrebsrisiko nicht zu reduzieren.

Professor Michael Holick, einer der weltweit führenden Experten auf dem Gebiet der Vitamin-D-Forschung, wirft den für die Gesundheitspolitik verantwortlichen Fachleuten vor, nicht auf dem neuesten Stand der Forschung zu sein. In seinem Buch The UV-Advantage macht Holick die Kosmetikindustrie verantwortlich, mit aggressiver und irreführender Werbung die Sonnenhysterie zu schüren, deren Folge ist, dass mittlerweile viele Menschen vom vermeintlich schädlichen Sonnenlicht überzeugt sind. Holick kritisiert auch die Hautärzte dafür, dass sie bei ihren Patienten Angst vor der Sonne schüren. Bezeichnenderweise wurde Professor Holick von erbosten Dermatologen daraufhin aufgefordert, seinen Posten in der Dermatologischen Klinik der Universität Boston zu räumen. Wie so oft wird in der Medizin Kritik nicht sachlich erwidert. Wenn Argumente fehlen, werden die Personen und ihre finanzielle Existenz angegriffen. An den Dogmen der Medizin darf niemand rütteln.

Die beiden Ärzte Frank und Cedric Garland, von der amerikanischen Marine mit Untersuchungen zu den Ursachen von Hautkrebs beauftragt, schreiben: „Weltweit nahm in den Ländern, in denen chemische Sonnenschutzmittel empfohlen und benutzt wurden, die Zahl der malignen Melanome am stärksten zu, gleichzeitig stieg auch die Todesrate. In den USA, in Kanada und in den skandinavischen Ländern sind die Fälle von Melanomen in den letzten Jahrzehnten stark angestiegen, am stärksten nach der Einführung von Sonnenschutzmitteln. Zwischen 1950 und 1990 verdoppelte sich die Todesrate an Melanomen bei nordamerikanischen Frauen und sie verdreifachte sich bei Männern. Besonders in Queensland in Australien, wo Sonnenschutzmittel von den Ärzten am frühesten und stärksten propagiert wurden, stieg die Zahl ungewöhnlich stark an. In Queensland sterben mittlerweile die meisten Menschen weltweit an dieser Form von Hautkrebs. Im Gegensatz dazu stieg die Häufigkeit von Melanomen überall sonst in Australien, wo Sonnenschutzmittel erst seit kurzem empfohlen werden, erst merklich später an.“ Die beiden Garlands argumentieren, dass Sonnenschutzmittel die Vitamin-D-Synthese unter der Haut verhindert, Vitamin D jedoch die Entstehung und Entwicklung von Hautkrebs erschwert.

Hautkrebs ist in der Tat auf jene Länder beschränkt, in denen der Gebrauch von Sonnenschutzmitteln Mode ist. Die Zahl der Melanomfälle erhöhte sich, als Sonnenschutzmittel massenhaft verwendet wurden. Sonnenschutzmittel verführen die Menschen zu Sorglosigkeit und übermäßig langen Sonnenbädern. Epidemiologische Untersuchungen zeigen ein erhöhtes Melanom-Risiko bei häufigem Gebrauch von Sonnenschutzmitteln.

Das erhöhte Hautkrebsrisiko beim Gebrauch von Sonnenschutzmitteln läßt sich folgendermaßen erklären:

1. Sonnenschutzmittel können Gifte und krebserregende Stoffe enthalten, die Hautkrebs begünstigen und verursachen. Viele chemische Filtersubstanzen haben sich als krebserregend erwiesen.

2. Das Sonnenbaden wird unter der trügerischen Annahme, die Haut vor der Sonne geschützt zu haben, zu sehr ausgedehnt. Die UVB-Strahlung wird zwar recht gut abgeblockt und Sonnenbrand verhindert, aber Strahlenschäden der Haut können auch durch UVA-Strahlung, sichtbares Licht und Wärmestrahlung hervorgerufen werden, die durch das Sonnenschutzmittel kaum oder überhaupt nicht herausgefiltert werden.

3.Sonnencreme bremst die Bräunung und Verdickung der Hornschicht. Der Aufbau des Selbstschutzes verzögert sich und die Haut ist weniger vor intensiver UV-Strahlung geschützt.

4.Sonnencreme unterbindet die Bildung von Vitamin D, das als Radikalfänger bei Sonnenbestrahlung zur Verhütung von Strahlenschäden in den Hautzellen notwendig ist. Zu den giftigen Inhaltsstoffen in Sonnenschutzmitteln zählen UV-Filtersubstanzen wie p-Aminobenzoesäure, Methoxycinnamate, Benzoephenone. Methoxypsoralen mußte vom Markt genommen werden, als sich herausstellte, dass sich bei Menschen und Mäusen bereits unter sichtbarem Licht vermehrt Hautkrebs bildete. Auch wurden Veränderungen am Erbgut festgestellt. Ein Bericht der US Food and Drug Administration zeigt, dass 14 von 17 Sonnenschutzlotionen bei Verwendung in der Sonne krebsverursachend wirken können, weil sie die Substanz PABA (Para-Amino-Benzoic-Acid, p-Aminobenzoesäure) enthalten. PABA wird in vielen Sonnenschutzmitteln als chemischer Lichtschutz verwendet. Andere Forschungen kommen zu dem Schluß, dass PABA genetische Schäden an der DNS der Hautzellen auslösen kann.

Chemische Lichtschutzfilter zersetzen sich, wenn sie mit ultraviolettem Licht bestrahlt werden. Aber über die chemische Struktur der Zersetzungsprodukte ist kaum etwas bekannt. Deren Giftigkeit ist praktisch unerforscht. Schon einige Male mußten chemische Lichtschutzfilter vom Markt genommen werden, weil sie sich als krebserregend erwiesen hatten. Niemand vermag zu sagen, welche Chemikalien demnächst als toxisch oder krebserregend eingestuft werden, die bedenkenlos in Sonnenschutzmitteln verwendet werden. Toxikologische Forschung ist teuer, weshalb sie oft unterbleibt.

Kinder, mit Sonnenschutzmitteln eingecremt, entwickelten in einer Untersuchung vermehrt Leberflecke - ein Risikofaktor für spätere Melanome. Kinder ohne chemischen Sonnenschutz dagegen entwickelten keine zusätzlichen Leberflecken.

Beschattung der Haut ist immer besser als „Sonnenschutzmittel“ mit chemischen UV-Filtern.

Dieser Artikel wurde "ÖL-EIWEISS-KOST.DE" freundlicherweise von der Zeitschrift "AEGIS Impuls" (die es leider nicht mehr gibt) zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

 

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