Für wen ist die Budwig-Methode geeignet und sinnvoll ?
Auch diesem Artikel muss ich noch einmal vorausschicken, dass es nicht meine Absicht ist, irgend jemanden zum Einstieg in die Öl-Eiweiß-Kost oder den komplette Maßnahmenkatalog der Budwig-Methode zu bewegen oder gar zu überreden. In Fragen zum Erhalt oder der Wiederherstellung seiner Gesundheit kommt der Einzelne nicht um die eigene Verantwortung herum.
Im Folgenden werden sich wohl die meisten der Leser einer der aufgeführten Zielgruppen zugehörig fühlen werden. Das liegt ganz einfach daran, dass es sich bei der ÖEK zunächst erst einmal um eine sehr gesunde Kostform handelt, welche dem Organismus auf der einen Seite dringend benötigte Stoffe zuführt, auf der anderen Seite aber - und das ist mindestens ebenso wichtig - Nahrungsmittel von ihm fern hält, die sein natürliches Funktionieren in bestimmten Bereichen be- oder sogar verhindern.
Aus dem Gesagten wird auch deutlich, dass es für Jeden, also auch für Gesunde, eine Gewinn bringende Sache ist, seine Ernährunge auf die Prinzipien der Öl-Eiweiß-Kost umzustellen. Der Unterschied zwischen der Gesunden- und der Krankenkost wird zu einem späteren Zeitpunkt und in einem anderen Artikel beleuchtet werden.
Als ich selbst mit der Umstellung meiner Ernährung begann, zählte ich mich durchaus zu den Gesunden. In erster Linie wollte ich dazu beitragen, die gerade in unmittelbarer Nähe erlebte Katastrophe einer Krebserkrankung wieder zum Positiven wenden und mir selbst eine solche ersparen.
Mit derem Eintreffen hat heute jeder Mitteleuropäer mit einer statistischen Wahrscheinlichkeit von etwa 1:2 zu rechnen. Das bedeutet, nach den heutigen Zahlen (2009) erkrankt jeder zweite Mitteleuropäer im Laufe seines Lebens irgendwann an Krebs und von diesen wiederum wird jeder 2. daran sterben. Tendenz: weiter steigend. Eine wie ich fand erschreckend hohe Wahrscheinlichkeit, selber eine Krebserkrankung zu bekommen oder ihr gar zum Opfer zu fallen.
Ich selber fühlte mich schon sehr bald nach meinem Einstieg in die ÖEK wesentlich vitaler und energetisierter. Die Sonne, welche ich vorher immer gemieden hatte - ich hatte sie in den Jahren davor nur noch als auf der Haut stechend erlebt - wurde auf einmal wieder meine Freundin. Die vorher regelmäßig stattfindende Bronchitis während der kalten Jahreszeit blieb aus oder nahm einen erstaunlich kurzen und flachen Verlauf. Trockene Hautstellen erhielten mit der Zeit ihre Elastizität zurück und das Duschwasser perlte auf einmal von meiner Haut ab.
Anhand dieser Phänomene wurde mir sehr deutlich, dass Gesundheit doch sehr viel mehr ist als die Abwesenheit von Krankheitssymptomen.
Für ihre in jedem Fall hilfreiche und in einer Vielzahl der Fälle heilende Wirkung bei Krebs, ist die Arbeit von Dr. Budwig in erster Linie bekannt.
Das liegt natürlich daran, dass diese Erkrankung schulmedizinisch bis heute nicht in den Griff bekommen wurde und noch immer jeder 2. Krebspatient an dieser Erkrankung stirbt. Folglich kommt jedem Ansatz, welchem auf diesem Gebiet eine höhere Erfolgsquote inne wohnt, eine besonders große Bedeutung zu.
Da Dr. Budwigs wissenschaftliche Arbeit an der Basis des Krebsgeschehens im Allgemeinen angreift, wirken die aus ihr hervorgegangenen praktischen Anwendungen nicht nur auf reine Tumorerkrankungen, sondern auf alle unter dem Begriff 'Krebs' subsummierten Krankheiten, zu denen heute auch die Erkrankungen des Blut bildenden Systems, Leukämien und Lymphomae zählen.
Asthma gehört zu den Erkrankungen, welche - nicht immer, aber häufig - von 'heut auf morgen' auf die ÖEK ansprechen. Menschen mit dieser Erkrankung leiden ja sowohl an Sauerstoffnot, als auch an einer erschwerten Schleimsekretion. Auf beides wirkt sich die Zufuhr von Lipoproteiden (die Verbindung von Proteinen aus dem Quark mit den ungesättigten Fettsäuren im Leinöl) ausgesprochen positiv aus. Grundsätzlich wird dadurch die Arbeit aller Sekret bildenden Zellen des Körpers stark angekurbelt. Sollten Sie betroffen sein, probieren Sie es einfach aus, dann wissen Sie, ob es auch in Ihrem Fall gut anspricht. So ein kurzes Experiment über 2-4 Wochen kostet Sie lediglich den Willen es zu testen.
Kurzbericht einer Asthmatikerin:
"Heute ist mein 16. Tag mit der ÖEK und ich bin ziemlich verblüfft. In diesen 11 Tagen brauchte ich weder Advair noch Albuterol zu nehmen. Die ersten paar Tage hatte ich gelegentlich das Gefühl, eine Asthmaattacke wäre im Anmarsch, aber es passierte nie."
Im Rahmen ihrer zahllosen Blutuntersuchungen konnte Dr. Budwig nachweisen, dass auch der Diabetes eine Erkrankung ist, der eine behinderte Zellatmung zu Grunde liegt. Bei dem Vergleich der Hämatogramme (Blutanalysen) von Diabetikern, stellte sie, wie schon vorher im Blut der Krebskranken, einen Mangel an leicht beweglichen Lipoproteiden fest.
Gleichzeitig zeigten diese Papyrogramme, dass auch der Anteil an Cytochrom C stark erhöht ist. Cytochrom C ist ein Protein, welchem eine große Bedeutung bei der Sauerstoffaufnahme im Organismus zukommt.Im Blut von gesunden Menschen findet sich dieses nicht, da es zu Hämoglobin (dem Blutfarbstoff) oxidiert wird. Dazu werden die im Blut der Kranken fehlenden Lipoproteide benötigt.
Beide Werte normalisierten sich nach Beginn der Öl-Eiweiß-Kost innerhalb von 2 - 3 Monaten. Dieser Zeitrahmen wurde von Dr. Budwig beschrieben und bestätigt sich auch durch Rückmeldungen, welche ich von Diabetikern bekomme.
Im Gegensatz zu Menschen mit Asthma, müssen Diabetiker also richtig in die Kost einsteigen, um von ihrer Auswirkung zu profitieren. Ein kurzer Probelauf macht hier keine Aussage, ob die ÖEK im Einzelfall Wirkung zeigt!
Auf Platz 1 in der Statistik der häufigsten Todesursachen rangieren seit langem und noch vor den Krebserkrankungen die Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems.
Die positiven Auswirkungen der Budwigkost bei den verschiedenen Herz-Kreislauferkrankungen stehen außer Frage. Im Zentrum vieler dieser Erkrankungen steht die Ablagerung von Fetten, mit denen der Organismus nichts anfangen kann und sie deshalb aussondert.
Beispielsweise lagert das Herz diese biologisch funktionslosen Fette am Herzmuskel in Form von Fettballen ab. Diese umklammern den Muskel regelrecht und hindern ihn am reibungslosen Funktionieren. Medizinern sind diese Fettablagerungen im Zusammenhang mit einem Herzinfarkt durchaus geläufig.
Das gleiche Bild zeigt sich auch bei der Arteriosklerose. Auch hier lagern sich die gesättigten, elektrisch neutralen Fette in Form der bekannten Cholesterinablagerungen an den Gefäßwänden ab. Diese Vorgänge finden laut Dr. Budwig nur beim Fehlen der hochungesättigten Fettsäuren statt.
Glücklicherweise sind solche aktiven Fette wenn sie dem Körper wieder zugeführt werden und gleichzeitig die Zufuhr gehärteter, neutraler Fette gestoppt wird, in der Lage solche Ablagerungen auch wieder zu lösen.
Die deutliche Verbesserung des weit verbreiteten Bluthochdruck gehört häufig zu den als erstes beobachteten "Nebenwirkungen" der Öl-Eiweiß-Köstler, welche ja meistens wegen ihrer Krebserkrankung in diese Kostform einsteigen.
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Ich habe hier nur einmal die am weitesten verbreiteten Zivilisationskrankheiten herausgegriffen. Das Spektrum der durch schlechte Fette im Organismus hervorgerufenen Fehlfunktionen ist aber wesentlich größer und wurde von Dr. Budwig in ihrem 1959 erschienenen Buch: 'Das Fettsyndrom' ausführlich beschrieben.
Um einige weitere häufig anzutreffende und mit einem gestörten Fettstoffwechsel in Verbindung stehende Erkrankungen hier nicht völlig unerwähnt zu lassen, möchte ich sie an dieser Stelle zumindest aufzählen:
Fast alle dieser Erkrankungen stehen direkt mit mindestens einem der folgenden Probleme in Verbindung:
Dem interessierten Mediziner empfehle ich das genannte Buch zu studieren. Es ist auch für Laien trotz des fehlenden, medizinischen und bio-chemischen Grundwissens in weiten Teilen verständlich und deshalb auch für ihn eine Leseempfehlung wert.
© Michael Bierschenk - www.oel-eiweiss-kost.de 10/2009