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Sind Pflanzen vielleicht die bessere Chemo?

Dr. Budwig hat immer wieder darauf hingewiesen, dass Kohlsorten, insbesondere der Grünkohl, sehr wichtige Pflanzenwirkstoffe enthält. Deshalb sollten diese Pflanzen in einer gesunden Ernährung und im Besonderen in der strengen Form der Öl-Eiweiß-Kost für Kranke häufig auf dem Teller zu finden sein. Ihre Patienten wies sie auch an, den Kohl nicht zu Gemüse zu verkochen, sondern ihn roh als Bestandteil einer Rohkostplatte zu sich zu nehmen.

Die Hintergründe für diese Aussagen und warum sie das so betonte waren mir nie so ganz klar. Ich fand und finde es persönlich auch nicht besonders wichtig, alle Vorgaben von ihr genau zu hinterfragen, um auch die Gründe für Ihre Anweisungen zu kennen und bis ins Detail zu verstehen. Es reicht mir in der Regel völlig aus, zu wissen, dass eine Info von jemandem kommt, der weiß, was er (bzw. sie) tut und dem ich vertraue. Doch inzwischen gibt es auch von wissenschaftlicher Seite aus die Bestätigung für Dr. Budwigs Anweisungen in Sachen "Kohl".

Vor ca. 4 Jahren (2012 publiziert) fanden Dr. Pajonk und sein Team bei einer Studie heraus, dass Brustkrebszellen durch radioaktive Bestrahlung zu über 50% zerstört werden. Das scheint zunächst ja erst einmal erfreulich zu sein, die Kehrseite der Medaille war allerdings, dass sich ein hoher Anteil der restlichen Zellen in Tumorstammzellen umwandelten. Von diesen ist bekannt, dass sie mit den herkömmlichen Therapieansätzen kaum bis gar nicht wirkungsvoll bekämpft werden können. Aber das ist leider noch nicht alles, denn diese Zellen sind zu dem in der Lage, das Wachstum neuer Tumore auszulösen und man vermutet, dass sie auf Grund dieser Eigenschaft für das häufige Auftreten von Rezidiven und Metastasen verantwortlich sein könnten. Die Studie zeigte auch, dass die durch die Bestrahlung entstandenen neuen Krebsstammzellen eine um 30% höhere Wahrscheinlichkeit haben, neues Tumorwachstum auszulösen, als die ursprünglich bestrahlten Krebszellen.

Selbstverständlich beschließt Dr. Pajonk seinen Artikel zu der Studie mit den folgenden beruhigenden Worten - ohne die er seine Ergebnisse möglicherweise überhaupt nicht hätte publizieren können:

"Patienten kommen zu mir in der Furcht, dass gerade die Bestrahlung diese Zellen [Stammzellen] erst erzeugen, aber es ist wirklich die sicherste und effektivste Therapie, die es gibt."

("Patients come to me scared by the idea that radiation generates these cells, but it truly is the safest and most effective therapy there is.")

-o-o-o-

Doch es naht nun auch für Anhänger der durch offizielle Studien 'beglaubigten' Therapiemöglichkeiten Rettung! In einer ganz neuen Studie an der University of South Dakota hat sich nun herausgestellt, dass es doch etwas gibt, auf das diese, auf herkömmliche Therapien wie Bestrahlung und Chemo kaum ansprechenden, Stammzellen reagieren:

Brokkoli, Grünkohl, Blumenkohl, Rosenkohl, Rettich, Senf, Kresse ...
eben alle Kohlsorten (Kreuzblütengewächse)

All diese Gemüsesorten enthalten den von den Wissenschaftlern für die verblüffende Wirkung verantwortlich gemachten Stoff, nämlich Phenethyl Isothiocyanat (PEITC), bekannter unter der deutschen Sammelbezeichnung: Senföle. Diese sekundären Pflanzenstoffe waren ohnehin schon als hilfreiche Substanzen bei verschiedenen Krebsarten bekannt und werden momentan klinisch auf ihre Wirkung bei Lungenkrebs getestet.

Bei Untersuchungen im Zusammenhang mit Gebärmutterhalskrebs, fanden sich jetzt aber erstaunliche Auswirkungen: Die Forscher brachten menschliche Gebärmutterhals-Krebszellen in Petrischalen mit Phenethyl Isothiocyanat zusammen und es zeigte sich, dass 3/4 der Stammzellen innerhalb von 24 Stunden abgestorben waren. Das ist schon ziemlich verblüffend, angesichts der Wirkungslosigkeit von Chemo und Bestrahlung gegenüber diesem Zelltyp.

Phenethyl Isothiocyanat und auch andere sekundäre Pflanzenstoffe haben leider die Eigenschaft, sich beim Kochen zu verflüchtigen. Zum Glück verschwinden sie nicht vollständig, aber der Anteil an anti-cancerogenen Stoffen reduziert sich durch das Erhitzen um etwa 50%. Auch die schonendste Kochmethode, das Dämpfen, verringert den Anteil an Senfölen immer noch um mindestens 30%.

Was bedeuten diese Ergebnisse nun für Ihre ÖEK-Praxis?

Bauen Sie die unterschiedlichsten Kohlsorten immer wieder und regelmäßig in Ihren Speiseplan ein. Kohl ist ein so genanntes Wintergemüse. Entfernen Sie dieses "Etikett" aus Ihrem Gehirn und genießen Sie zumindest die ganzjährig erhältlichen Kohlsorten wie Brokkoli, Kohlrabi und einige andere das ganze Jahr über.

Bevorzugen Sie die rohe Kost dieser Gemüsesorten, um den krebswirksamen Inhalt möglichst vollständig zu erhalten. Salatmayonnaisen und Dips aus Öl-Eiweiß-Creme sind hier die geeigneten kulinarischen Begleiter. Rezepte hierfür finden Sie im Kochbuch Dr. Budwigs.

 

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© www.oel-eiweiss-kost.de 09/2015

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