

Zunächst einmal braucht man auch bei der Öl-Eiweiß-Kost zum Kochen natürlich die in jedem Haushalt vorhandenen Gerätschaften. Außerdem werden 1 -2 zusätzliche Küchengeräte benötigt, welche da wären:
Eine Kaffeemühle wird dann gebraucht, wenn man für das morgendliche Müsli und zum Einrühren in die Presssäfte nicht das oft erwähnte Linomel benutzt, sondern sich den Leinsamen immer direkt frisch schrotet. Durch den hohen Ölgehalt im Leinsamen (der Ölgehalt der Samen beträgt zwischen 35 und 45%) lässt sich dieser in einer normalen Getreidemühle kaum schroten.
Superleicht funktioniert das hingegen in den ganz gewöhnlichen Kaffeemühlen mit Schlagmesser. Diese bekommt man für 20 - 30 € über das Internet. Um den Leinsamen fein zu schroten braucht es mit diesen Geräten nur einige Sekunden. Die folgenden Geräte mit Schlagmesser sollten für diese Aufgabe gut geeignet sein:
Es gibt auch noch billigere Geräte, welche vermutlich für unsere Zweckentfremdung genau so tauglich sind. Das kann ich allerdings nur vermuten, da auch ich ein preiswerteres Modell problemlos seit Jahren in täglichem Einsatz habe :
Zum Thema Saftpressen, gibt es etwas mehr zu sagen. Über die Ablehnung der zentrifugierend arbeitenden Entsafter, welche bestimmt 90% der angebotenen Geräte ausmachen, herrscht im großen und ganzen Einigkeit. Die Säfte dieser Geräte enthalten - vermutlich durch die große Menge das eingewirbelten Sauerstoffes - wesentlich weniger an den begehrten Enzymen und sauerstoff-empfindlichen Vitaminen.
Im Vergleich zu den pressenden Geräten (s.u.) sind sie wesentlich billiger. Sicher ist es besser diese Geräte zu nutzen, als überhaupt keinen Saft zu pressen.
So kam es, dass auch ich mir zuerst einen solchen Entsafter zulegte. Es zeigte sich aber bald, dass diese Geräte, neben dem oben erwähnten Problem, nicht in der Lage sind, weiches Obst und schon gar nicht Kräuter oder Gräser zu entsaften.
Von den zermahlenden und pressenden Entsaftern, welche einen wesentlich schonenderen Umgang mit dem Pressgut pflegen, gibt es verschiedene Fabrikate auf dem Markt. Wenn Sie den diversen Werbelinks auf dieser Seite zu verschiedenen Saftpressenanbietern folgen, finden Sie Infos über alle momentan erhältlichen Saftpressentypen. Beachten Sie dabei bitte, dass es sich um "Verkaufsbeschreibungen" handelt, welche jeden Entsafter in den höchsten Tönen loben. Immerhin, die sachlichen Unterschiede der Geräte werden deutlich.
Um Ihnen bei der Entscheidung noch einige Zusatzinformationen zu liefern, fahre ich nun mit der Erzählung meiner persönlichen Erfahrungen fort:
Nachdem ich mit dem zentrifugierenden Entsafter meine Tauglichkeit für tägliches Entsaften getestet hatte, beschloss ich nun, auf den absoluten Favoriten zu setzen, den
Dieser Entsafter hat immerhin den Test der Stiftung Warentest gewonnen, in welchem 12 verschiedene Entsafter untersucht wurden (7/2003). Das Gerät war mit Abstand das Teuerste ( ca. 440 € ) und so dachte ich mir: 'An dieser Stelle solltest Du nicht sparen'.
Ich habe das Gerät 6 Wochen benutzt und folgendes festgestellt:
Es entsaftet sehr gründlich, auch weiches Obst, wie Trauben. Auch mit Kräutern kommt das Gerät gut klar.
Die offensichtlichen Nachteile:
Warum die Stiftung Warentest die Handhabung (montieren, nutzen, reinigen) mit 'gut' bewertet, bleibt mir ein Rätsel. Auch die Montage ist so umständlich, dass der Hersteller in der Gebrauchsanweisung empfiehlt, das Gerät vor dem ersten Einsatz übungshalber 10 mal auseinander- und dann wieder zusammenzubauen. 
Leserzuschrift:
"Sehr geehrter Herr Bierschenk,
seit kurzem befasse ich mich mit dem Thema "Öl-Eiweiss-Kost" und bin bei meinen Recherchen auf Ihre Informationsseite gestoßen. Ich war richtig erleichtert, zu lesen, dass Sie denselben Eindruck vom Greenstar Entsafter haben wie ich. Ich habe mir diesen Entsafter gekauft, nachdem er in div. Berichten sehr gelobt worden ist. Leider kann ich dieses Lob in keiner Hinsicht nachvollziehen. Mir ist die Lust auf Entsaften ziemlich rasch vergangen und war enttäuscht, dass sich diese teure Investition in keinster Hinsicht gelohnt hat. Durch Ihren Artikel ermutigt, werde ich mir ein neues Gerät zulegen und ich bin mir sicher, dass sich dann wieder Freude am Entsaften einstellen wird.
Vielen Dank und freundlichen Grüße, B.R."
Achtung: Es ist auch ein Entsafter namens "GreenPower Kempo" auf dem Markt, der als noch tollerer und sehr leicht zu reinigender Entsafter angepriesen wird. Dieses Gerät entspricht aber im Grunde dem Greenstar zu fast 100% und es hat dementsprechend die gleichen Nachteile.
Ein Zitat aus einer Leserzuschrift mag das verdeutlichen:
"Hallo Herr Bierschenk, ich habe den Kempo Greenpower Entsafter bestellt: http://www.... Es scheint ein gutes Gerät zu sein. Nur ich muss sehr viel Kraft aufbringen, wenn ich Möhren entsafte. Ist das normal? Die Reinigung dauert auch mindestens 15-20 Minuten. Hätte ich lieber den Bionica bestellen sollen? Ist es leichter, damit Möhren zu entsaften und wie ist es mit der Reinigung? Herzliche Grüße H. Y."
Da die in dieser Zuschrift beschriebenen Probleme mit dem Kempo zu denen gehörten, welche ich mit dem GreenStar hatte, habe ich mir einmal Bezugsquellen und die Werbung für diesen Entsafter angesehen und festgestellt, dass es sich im Grunde um die gleiche Saftpresse handelte. Heute entsafte ich mit dem im Folgenden beschriebenen Gerät in einer Zeit, die man beim GreenStar/Greenpower allein für die Reinigung braucht (15-20 Min.).
Es fiel mir nicht besonders schwer, mich aus den oben genannten Gründen auch von dieser Maschine wieder zu trennen. Mein 3. Entsafter war nun der Oscar II (Bionika).
Vor dem Kauf dieses Gerätes (damals hieß es noch Oskar) telefonierte ich erst einmal mit dem Händler, um erst einmal mein 14-tägiges Rückgaberecht trotz vorherigen ausgiebigen Testens zu klären. Da er mehrere Saftpressen anbietet, kannte er auch die Unterschiede ganz gut und bestätigte mir meine entstandenen Vorbehalte gegenüber dem GreenStar 1000. Den Unterschied zwischen SoloStar II und dem Bionika II beschrieb er als unwesentlich, da beide aus der gleichen 'Schmiede' stammten und auch das gleiche Pressverfahren mittels einer Schnecke verwenden. Da beide etwa das gleiche kosteten, Bionika aber mit weichem Obst etwas besser zurecht kommen sollte, entschied ich mich für diesen.
Inzwischen presse ich seit etwa 2 1/2 Jahren mit OSKAR (Bionika II) und zwar wieder täglich frisch. Die Reinigung ist tatsächlich so leicht wie vom Hersteller beschrieben. Je nach Pressgut reicht oft das einfache Abspülen unter fliessendem Wasser, so wie viele es vielleicht von dem Jupiter Gemüse- und Rohkostraffelvorsatz kennen. Ananas ist kein großes Problem mehr und der Kraftaufwand bei hartem Pressgut ist minimal. Schneidet man die Karotten in recht dünne Streifen, so 'frisst und zerknabbert' das Gerät diese sogar ohne eigene Mithilfe. Die Saftausbeute scheint mir etwas geringer als bei GreenStar zu sein, da der Trester etwas feuchter ist. Dafür freue ich mich aber jetzt sogar auf mein tägliches Saftpressen. Selbst eine kurze Zwischenreinigung zwischen Gemüsesaft und direkt anschließendem Obstsaft stört hier nicht.
Eine Leserin machte mich kürzlich auf eine von Ihr erfolgreich eingesetzte Möglichkeit aufmerksam, etwas günstiger an dieses teuerste der benötigten Geräte in der Budwigküche zu kommen. Sie suchte bei eBay und fand auch. Was sie fand war nicht der "Oscar", sondern ein Gerät namens "Omega Juicer". Beide Geräte sind in etwa identisch. Achten Sie aber darauf, dass Sie einen Entsafter bekommen, der nicht zentrifugiert, denn auch diese Sorte gibt es unter der Bezeichnung "Omega Juicer".
Die richtige Sorte ähnelt sehr deutlich dem Bionika Entsafter und sieht so aus:
Die zentrifugierenden Omega Juicer haben die typische runde, tonnenförmige Form der zentrifugierenden Entsafter und sehen in etwa aus wie auf dem folgenden Bild:

In der gleichen Bauweise wie der Bionika oder der richtige Omega Entsafter gibt es noch 2 weitere Saftpressen, namens "Samson" und "Solo Star".
Es kann sich also lohnen, nach jedem der 4 Begriffe bei eBay zu suchen, allerdings immer mit dem Zusatzbegriff Entsafter oder auch Saftpresse, da Sie andernfalls viel zu viele Ergebnisse bekommen, die mit Entsaftern überhaupt nichts zu tun haben.
Sollten Sie ausschließlich an Neugeräten interessiert sein, so finden Sie die besten Preise vermutlich unter einer der beiden folgenden Links (zumindest war es in der Vergangenheit in aller Regel so):
PerfekteGesundheit oder BIONIKA
Wer von den Lesern bereits über ähnliche oder andere Erfahrungen mit diesen oder anderen Saftpressen gemacht hat, kann mir gerne per Mail seine Eindrücke zusenden, um sie an dieser Stelle zu publizieren! Vor allem interessieren hier natürlich noch Vergleiche mit dem Champion Entsafter, der vermutlich so schlecht nicht sein kann, da er schon seit Ewigkeiten auf dem Markt ist. Allerdings scheint er für das Auspressen von Gräsern und Blattpflanzen untauglich zu sein.
Ein Entsafter, der schon viele Jahre in unveränderter Form auf dem Markt ist ist der Champion Entsafter. Ich persöhnlich habe keine Erfahrung mit dem Gerät, aber einige Leserzuschriften die ich bekam können hier einen kleinen Eindruck vermitteln.
Am 24. Feb. 2008 ging folgender, kurzer Erfahrungsbericht zum Champion bei mir ein:
"Hallo Herr Bierschenk,
ich habe den Champion schon seit 14 Jahren - er presst harte Gemüse wie Möhren sehr leicht und schnell, aber auch weiche Früchte wie Ananas. Mit weichen (älteren) Möhren gibt es allerdings Probleme. Das Reinigen ist evt. nicht so aufwendig wie beim GreenStar (kenne ich nicht), aber auch nicht ohne !! Schlimm ist jedoch die Lautstärke beim Pressen. Reinen Grassaft kann man damit nicht herstellen. ...
Herzlich, J. B."
29.12.2008
Ein weiterer Erfahrungsbericht zum Champion:
" ... Ergänzend möchte ich Ihnen noch meine (leidvollen) Erfahrungen zum Thema Saftpresse mitteilen: Vor gut einem halben Jahr kaufte auch ich - angeregt durch diverse Internetmeldungen und Test-Lobeshymnen - eine Saftpresse, die nicht nach dem Zentrifugier-Prinzip arbeitet. In meinem Fall war es die Champion. Bei kleinen Mengen kam ich gut damit zurecht, allerdings erzeugte das Gerät extrem viel Schaum, dürfte also in Wirklichkeit Unmengen von Sauerstoff eingewirbelt haben. Bei nur etwas größeren Mengen wurde das Gerät sehr heiß, man konnte es gar nicht mehr anfassen. Also: Reklamation bei Firma Keimling. Gerät wurde ausgetauscht. Bei Gerät Nummer zwei das gleiche. Wieder Austausch. Bei Gerät Nummer drei wieder das gleiche. Jetzt, nach einem halben Jahr, erklärte sich die Firma bereit, das Gerät endgültig zurückzunehmen und mir den Preis zurückzuerstatten. ( Danke, Firma Keimling!!)
...
Mit herzlichen Grüßen und besten Wünschen für das Neue Jahr!
C. S."
Anmerkung: Interessanterweise findet man bei den Erfahrungsberichten zum Champion auf den Seiten der Firma: PerfekteGesundheit.De sechs durchwegs positive Berichte. Da wird die Maschine zwar einmal als laut, ein anderes mal als leise beschrieben, aber alle sechs Nutzer sind mit der Presse im Grunde sehr zufrieden. Andererseits ist mir bekannt ist, dass die Firma Keimling bei dieser Maschine relativ viele Reklamationen erhält und bezogen auf diese Problematik auch mit dem Hersteller in Kontakt steht.