Kriechender Günsel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erfahrungsschnipsel:

"Im Januar [2007] wurde bei dem Vater meiner Freundin Myelodysplastisches Syndrom, eine Erkrankung des Knochenmarks, diagnostiziert. Man machte ihm nicht viele Hoffnungen. Er bekam Chemo und einige andere Behandlungen.
Ein Freund erzählte ihm von der ÖEK und er begann sofort damit. Vor einigen Wochen wurde er von seinen Ärzten als krebsfrei eingestuft. Sie sagten, es sei ein Wunder!"
(9/07)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Start Öl-Eiweiß-Kost Lebensmittelliste Erlaubt / Verboten

 

Lebensmittelliste

Die Öl-Eiweiß-Kost

ist, wie der Name schon sagt, eine Kostform. Das bedeutet, es handelt sich bei ihr um ein komplettes Ernährungssystem, welches dem Organismus alle notwendigen Nahrungsbestandteile zur Verfügung stellt, die er zur Gesundung und dann auch zum 'Gesund Bleiben' benötigt. Durch diese Kost kommen sowohl viele Lebensmittel, als auch Gewürze und Kräuter auf den Speiseplan zurück, die vor der Zeit der industriell hergestellten Nahrungsmittel und Kochhilfen (Fertigsaucen, Würzmischungen, ganze Fertiggerichte ...) allen Hausfrauen und Köchen vertraut waren. Diese Zeit liegt offensichtlich schon sehr lange zurück, denn bereits im Jahr 1956 veröffentlichte Johanna Budwig ein Kochbuch mit erläuternden Abschnitten zu Fragen der Öl- und Fettauswahl oder der verschiedenen Konservierungsmethoden. Dieses Buch wendete sich speziell an die Hausfrauen, eine Tatsache der man entnehmen kann, dass schon in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts das Kochen mit ganz natürlichen und noch unverarbeiteten Lebensmitteln keine Selbstverständlichkeit mehr war ("Krebs - Ein Fettproblem -Richtige Wahl und Verwendung der Fette", Hyperion-Verlag 1956). Gleichzeitig werden aber auch viele Bestandteile der heute gängigen und allgemein als 'ok' eingestuften Normalkost gestrichen.

In der folgenden Tabelle führe ich die in der Öl-Eiweiß-Kost erlaubten und die vom Speiseplan zu streichenden Nahrungsmittel auf. Die Angaben beziehen sich auf die strenge Form der Krankenkost. Wenn irgend möglich, sollten Sie dabei auf biologisch angebaute Lebensmittel achten. Seit dem solche Lebensmittel auch in ganz normalen Supermärkten angeboten werden, sind diese auch für weniger gut betuchte Menschen bezahlbar geworden. Sollten sie trotzdem auf Obst und Gemüse aus konventionellem Anbau angewiesen sein, so können Sie als Verbraucher trotzdem noch zwischen mehr oder weniger stark belasteten Lebensmitteln wählen.

 

Erlaubte Lebensmittel

Tabelle der erlaubten und verbotenen Speisen

Gemüse:

alle Sorten (mögl. biologisch angebaut); das Gemüse wird entweder kalt als Salat gereicht (z.B. geraspelte Karotten, Kohlrabi o. Ä.), oder schonend gedämpft - und erst nachträglich mit Oleolux und Kräutern gewürzt. Das Kochwasser sollte man zur Weiterverwendung aufheben (z.B. abends in einer Gemüsesuppe mit Buchweizen).

Salate:

alle Sorten (mögl. biologisch angebaut), auch Wildkräutersalate wurden von Frau Budwig immer wieder empfohlen. (Zitat) Immerhin enthält ihr Kochbuch auch 4 Rezepte für Brennnesselgemüse und eines für Löwenzahnsalat. Auch viele Salatsaucen sind dort zu finden, so dass man die Salate wirklich sehr abwechselungsreich "dressieren" kann.

Obst:

Alle Obstsorten (mögl. biologisch angebaut) sind erlaubt und heute fast zu jeder Jahreszeit erhältlich. Man sollte sich aber trotzdem überlegen, ob es nicht sinnvoler ist regional und saisonal einzukaufen. Auch die Verwendung von Trockenfrüchten ist in der an frischem Obst ärmeren kalten Jahreszeit eine Möglichkeit die Auswahl an Früchten etwas zu erweitern.

Obst ist - genau wie das Gemüse - natürlich auch das Ausgangsmaterial für die frischen Presssäfte (vgl. Tagesplan)

Beilagen zu Gemüse:

Kartoffeln (immer in der Schale kochen und möglichst auch als Pellkartoffeln servieren) Bei biologisch angebauten Kartoffeln kann und sollte die Schale natürlich möglichst mitgegessen werden. Abends sollten keine Kartoffeln gegessen werden.(Quelle.)Information aus:
Das Fettsyndrom
Die fundamentale Funktion der Lipoide für das Grundproblem der vitalen
Sauerstoffaufnahme.
Dr. Johanna Budwig, Selbstverlag, Hyperion-Verlag 1959

Als "Körnerbeilage" sollte nicht nur der allgemein übliche Reis (ungeschält) verwendet werden, sondern auch der von Dr. Bugwig ganz besonders empfohlene BuchweizenBuchweizen
ist in Wirklichkeit keine Getreideart, sondern er gehört zu den Knöterichgewächsen. Wichtig zu wissen ist, dass es sich bei ihm um einen so genannten Schwermetallsammler handelt. Das bedeutet, er nimmt überdurchschnittlich viele Schwermetalle aus dem Boden auf. Da beim konventionellen Anbau verstärkt Schwermetalle durch Düngemittel und Klärschlamm in den Ackerboden eingebracht werden, sollte man Buchweizen am besten aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) verwenden.
. Außerdem sind noch Hirse, Quinoa und Amarant im Rahmen der ÖEK sehr zu empfehlen und machen den Speiseplan noch abwechslungsreicher.

Fette und Öle:

Als Öl wird ausschließlich Leinöl verwendet. Gelegentlicher Zusatz des schmackhaften Kürbiskernöles zu den mittäglichen Salaten ist ok. Zum Kochen und als Butterersatz wird Oleolux verwendet.

Nüsse . . .

Mandeln, Pinienkerne, Cashew-Kerne,Haselnüsse, Walnüsse, Paranüsse usw., aber keine Erdnüsse.

Brot:

Nur Vollkornbrot; Brot kommt in der Öl-Eiweiß-Kost eher sporadisch vor. Frau Dr. Budwig erwähnt es vorwiegend als Zusatz zu den obligatorischen Teilen des Ernährungsplans und für den "starken Esser" (Quelle) Quelle:
Öl-Eiweiß-Kost
Dr. Johanna Budwig, SENSEI-Verlag, 2004, S.8

Brotaufstriche:

alle Sorten Käse (abends kein Schnittkäse; vgl. Quelle:
Das Fettsyndrom
Die fundamentale Funktion der Lipoide für das Grundproblem der vitalen
Sauerstoffaufnahme.
Dr. Johanna Budwig, Selbstverlag, Hyperion-Verlag 1959, S.145
); viele Sorten selbst zubereiteter Brotaufstriche, basierend auf der Quark-Leinöl Mayonnaise; Das Öl-Eiweiß-Kost Kochbuch enthält einige Rezepte solcher Brotaufstriche.

Süßungsmittel:

Honig und Fruchtsäfte (z.B. Traubensaft), Datteln und Feigen - Ich bin nicht sicher, ob Frau Dr. Budwig die Steviapflanze als natürliches Süßungsmittel kannte. Erwähnt wird es in ihrer Literatur nicht. Für extreme Freunde von süßen Speisen scheint es mir persönlich eine gute Möglichkeit, den Honigkonsum nicht in schwindelnde Höhen steigen zu lassen, da auch Honig neben seinen wertvollen Bestandteilen zu etwa 80% aus Zucker besteht. Einige Zusätzliche Infos zu Stevia finden sie hier.

Gewürze:

Gewürze und Kräuter in ihrer Originalform (also nicht als Bestandteil von Würzmischungen mit zweifelhaften Beigaben von Geschmacksverstärkern o. Ä.) sind erlaubt. Allein für mögliche Geschmacksvariationen des morgendlichen Müslis zählt Frau Budwig 12 mögliche Gewürze auf: Ingwer, Kardamom, Zimt, Anis, Fenchel, Koriander, Nelke, Thymian, Vanille, Zitronen, Zitronenschale, Orangenschale und Kakao (Quelle) Quelle:
Der Tod des Tumors II
Dr.Johanna Budwig, Selbstverlag 1977, S.161

Getränke:

Kräutertees, Grüner Tee, Direktsäfte aus Obst und Gemüse und natürlich Wasser.
Direktsäfte sind reine Fruchtsäfte ohne jegliche Zusätze. Diese kann man in Reformhäusern und Bio-Läden kaufen oder besser direkt aus frischem Obst selber pressen. Besondere Erwähnung finden immer wieder Papaya-, Ananas- und Traubensaft. Papayasaft ist recht dickflüssig (Mark) und sollte deshalb mit mit einem anderen Saft gemischt werden. ( Im Falle des häufig erwähnten Fermentgold ist das Apfelsaft, aber andere Säfte sind natürlich ebenfalls möglich.)
Karottensaft findet sich auch als fester Punkt um 10:00 Uhr Vormittags in Frau Budwig's täglichen Ernährungsschema (mögliche Alternativen stehen in ihrem Kochbuch).
Brennnesselsaft, welcher mit Apfel oder Zitrone im Geschmack abgemildert werden kann (Zitat) und andere Wildkräutersäfte;

Nicht zuletzt sei der Sauerkrautsaft erwähnt, welcher sich auf dem Tagesplan der Kranken als erstes Getränk am Morgen findet und der durch seinen hohen Milchsäuregehalt den Fettstoffwechsel unterstützt. (Quelle) Quelle:
Der Tod des Tumors II
Dr.Johanna Budwig, Selbstverlag 1977, S.143
 Dieser Sauerkrautsaft ist ein wesentliches Element der Öl-Eiweiß-Krankenkost, welchem Sie auf keinen Fall aus dem Weg gehen sollten. Wenn Sie Probleme mit dem Geschmack haben sollten, fangen Sie mit einer kleinen Menge an und steigern diese allmählich. Der Saft ist so wichtig, dass Sie auch abends vor dem Schlafengehen durchaus auch noch ein Glas trinken können.

Ein Gläschen Wein oder Sekt ist erlaubt. Gerade am Anfang der Öl-Eiweiß Kost empfahl Frau Dr. Budwig den Schwerkranken - besonders zur Überbrückung in der Phase der Absetzung der Schmerzmittel - abends ein Glas Rotwein. Auch tauchte in ihren Ernährungsvorschriften, welche sie den einzelnen Patienten in leicht variierender Fassung mitgab, häufig Nachmittags um 15:00 Uhr ein Glas Sekt (oder Sekt mit Traubensaft) mit einem hineingerührten Esslöffel Linomel auf. In der Kombination mit Sekt fällt Schwerkranken anfangs die Aufnahme des Linomels (bzw. geschroteten Leinsamens) viel leichter. Diese beiden alkoholischen Getränke sind natürlich nicht obligatorisch, sondern dienen lediglich dem hier kurz beschriebenen, unterstützendem Zweck.

Weiter zum Teil 2 :

Verbotene Lebensmittel

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