Frisch geschrotete Leinsaat oder Linomel

Man kann bei der Öl-Eiweiß Kost sowohl Linomel, als auch frisch geschroteten Leinsamen für das Müsli oder zum Einrühren in die Säfte verwenden.

Linomel

Bei dem Produkt Linomel, welches von Frau Dr. Budwig erdacht und immer sehr empfohlen wurde, handelt es sich um geschrotete Leinsamen, die sofort nach nach dem Schroten mit Honig und Milchpulver eingeschlossen werden, um ein Oxidieren des Leinöls zu verhindern. Durch diesen Prozess ist es sehr gut haltbar (auch bei bereits angebrochener Packung) und streufähig. Daher ist es in der täglichen Praxis - vor allem auch im Urlaub - unkomplizierter einzusetzen, als sich unterwegs Leinsaat selber frisch zu schroten.

Linomel

Sich das Linomel selber herzustellen, wie es gelegentlich empfohlen wird, lohnt sich nicht und ist auch nicht sehr benutzerfreundlich. Da wird geraten, sich Leinsaat zu schroten und dann mit Honig zu vermischen. Das erfüllt tatsächlich die gleiche Funktion wie das gekaufte Produkt - nämlich die geschrotete Leinsaat gegen Oxidation zu schützen. Das Endergebnis dieser Prozedur ist allerdings ein klebriger Klumpen, der nicht besonders benutzerfreundlich ist. Probieren Sie es bei Bedarf einfach selber einmal aus.

Linomel erhält man in vielen Reformhäusern oder bestellt es z. B. bei Amazon - entweder in Bioqualität (3er Pack) oder (etwas teurer) als Einzelpackung aus herkömmlicher Leinsaat produziert. Da braucht man eigentlich nicht groß zu überlegen, wenn das bessere Produkt günstiger ist.

Leinsaat selber schroten

Die Alternative zu diesem Produkt ist, sich ganze Leinsaat zu kaufen und diese dann selber zu schroten. Verwendet man lieber diese selber geschrotete Leinsaat, so ist es von großer Bedeutung, sie erst unmittelbar vor dem Servieren zu schroten und innerhalb der nächsten 10 - 15 Minuten zu verköstigen (lt. Dr. Budwig).

Das hängt damit zusammen, dass der Leinsamen sofort nach Aufbrechen der Schale beginnt, mit dem Sauerstoff in der Luft zu reagieren und dabei zunehmend seine wertvollen Eigenschaften einbüßt. Es ist folglich unsinnig, bereits geschroteten Leinsamen zu kaufen und diesen dann langsam aufzubrauchen. Selbst die Plastikhülle in der er verpackt ist, bietet nach Frau Budwig keinen Schutz vor Oxidation - geschweige denn, wenn die Tüte erst einmal angebrochen ist.

Zur Leinsaat noch ein kurzes Wort, weil die Gefahren da groß sind. Die optimalsten Fette sind ja die sauerstoffaktiven. Wenn man die Leinsaat schrotet, dann werden die so guten Fettsäuren, die dreifach ungesättigten, die ja die besten sind, sehr schnell zerstört, innerhalb von 10-15 Minuten. Und wenn Sie im Reformhaus geschrotete Leinsaat kaufen und diese nach Hause bringen, ist das Beste zerstört und die Oxydationsprodukte sind oft sogar schädlich, insbesondere wenn sie sehr alt sind." (aus: Budwig: "Fette als wahre Hilfe")

Super einfach geht das mit einer elektrischen Kaffeemühle, welche in manchen Haushalten noch vorhanden ist oder für relativ wenig Geld im Handel noch erhältlich ist (nähere Infos hier). Der Vorgang des Mahlens dauert etwa 5 Sekunden und eine Reinigung der dort vorgestellten Kaffemühlen dauert mit einem Stück Küchenrolle vielleicht 10 Sekunden, falls man das überhaupt für nötig hält. Ich selber mache das nur gelegentlich.

Für das Verwenden dieser frisch gemahlen Leinsaat spricht natürlich auch noch die Tatsache, dass sie sicher gesundheitlich wertvoller ist als das gekaufte Produkt und zu dem auch besser schmeckt. Letztere Aussage bezüglich des Geschmacks ist natürlich ausgesprochen subjektiv. Das muss jeder für sich selber herausfinden, da es eine Geschmacksfrage ist.

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