
ÖEK-Praxis:
Die Leinölbestellung
Wieviel Leinöl kann man sinnvollerweise bevorraten?
Da Leinöl nicht beliebig lange haltbar ist, muss man sich natürlich Gedanken darüber machen, wie viel Leinöl man auf einmal bestellen und damit auch bevorraten kann. Bei der Erstellung meines Buches ist mir die Erläuterung dieser für den ein oder anderen sicher interessanten Frage nicht in den Sinn gekommen und ich hole sie daher an dieser Stelle nach. Das gilt im übrigen auch für weitere Themen aus der ÖEK-Praxis, die mit der Zeit auftauchen könnten (z. B. durch von Lesern gestellte Nachfragen).
Bevor Sie Ihre Bestellmenge berechnen, bzw. abschätzen können, ist es erst einmal wichtig, die beiden Haltbarkeitsgrenzen von Leinöl zu kennen.
Die beiden Haltbarkeitsgrenzen
1. Bei ungeöffneter Flasche hält sich frisch gepresstes Leinöl etwa 3 Monate. Wie im Artikel „Leinöl kaufen - Worauf ist zu achten?“ habe ich ja schon darauf hingewiesen, dass das Einfrieren des Öls aus Budwigs Sicht sinnlos ist, da die Elektronenladung des Öls sich auch im gefrorenen Zustand entlädt.
2. Bei einer angebrochener Flasche gehe ich davon aus, dass das Öl nach 3-4 Wochen seinen Sinn für ÖEKler verloren hat. Es nimmt bei jedem Öffnen der Flasche mehr Sauerstoff auf und selbst wenn man extrem sauerstoffarmes Leinöl gekauft hat (z. B. bei Bruno Zimmer), erreicht der oxidierte Anteil des Öls einen Wert, der den Einsatz in der ÖEK nicht mehr empfehlenswert macht. Reste kann man dann aber immerhin noch zur Behandlung von Holz nutzen.Fassungsvermögen der Esslöffel
Die meisten Esslöffel heutzutage fassen etwa 10 ml. Ich selber habe 2 verschiedene Sorten Esslöffel. Die eine fasst 8 ml und die andere 10 ml. Wenn Sie das bei ihren Löffeln einmal feststellen wollen, dann ist es hilfreich, eine 10 oder 20 ml Spritze zur Hand zu haben, mit der man einen mit Wasser gefüllten EL. einmal“aussaugt“. Dann weiß man definitiv Bescheid. Jetzt kann man sich überlegen, wie groß eine Flasche sein darf, damit das Leinöl innerhalb von 3-4 Wochen aufgebraucht ist.
Bei den folgenden Überlegungen gehe ich von einem Löffelmaß von 10 ml aus. Als offizielles Maß für einen Esslöffel gilt in Kochrezepten ein Fassungsvermögen von 15 ml. Das scheint mir aber ein Maß aus alter Zeit zu sein in der noch viel Suppe gegessen wurde und die Löffel auch entsprechend großer waren.
Wenn Sie die Möglichkeit haben, dann überprüfen Sie das Maß Ihrer eigenen Löffel so wie oben beschrieben. Haben Sie dann etwas weniger, vielleicht 8-9 ml, dann lassen Sie den Löffel beim Abmessen für die Creme halt ein wenig überlaufen und bei größeren Löffeln als 10 ml handeln Sie entsprechend gegenteilig. Wenn Sie es ganz genau nehmen wollen, was aber im Grunde nicht notwendig ist um die ÖEK erfolgreich durchzuführen, dann nehmen Sie für die Berechnungen eben das genaue Maß Ihrer Löffel.
Der individuelle Leinölverbrauch pro Tag
Dieser hängt offensichtlich davon ab, in welcher Lebenssituation Sie sich persönlich befinden. Im Folgenden einmal drei unterschiedliche Beispiele:
1. Vielleicht sind Sie eine Einzelperson und wollen zur Vorbeugung täglich das Müsli essen. Dann rechnen Sie 7 x 30 ml (= 7 Portionen der Öl-Eiweiß-Creme) und erhalten 210 ml pro Woche. In dem Fall kämen Sie mit einer 250 ml-Flasche Leinöl 8 Tage hin. Das macht also wenig Sinn, denn größere Gebinde (Flaschen) sind natürlich deutlich günstiger. In diesem Fall lohnt es sich offensichtlich Flaschen mit 750 ml Inhalt zu bestellen, denn diese hielten dann 24 Tage, also 3-4 Wochen, vor. Um nun einen Vorrat für 3 Monate (max. Haltbarkeitsdatum) zu haben, bestellen Sie eben 4 dieser Flaschen und das ca. vier mal pro Jahr. Wenn man es ganz exakt ausrechnen will, dann kann man die 3 Monate mit 91 Tagen veranschlagen und wenn Sie dann diese Zeitdauer durch die Verbrauchsdauer einer Flasche (24 Tage) teilen, kommen Sie auf 3,8 Flaschen.
2. Haben Sie eine Familie mit vier Köpfen und wollen ebenfalls vorsorgen, dann passen Sie Ihre persönliche Berechnung entsprechend an. Vielleicht bekommen die beiden Erwachsenen die normale Portion (3 EL / Portion) und die Kinder etwas weniger (z. B. 2 EL in ihren Portionen), dann wäre das eine Bestellung von etwa 10 Flaschen pro Quartal.
3. Sie könnten auch eine Einzelperson sein, die ihrer Krebserkrankung mit Hilfe Dr. Budwigs begegnet, also die konsequente ÖEK durchführt. Das hieße, dass Sie pro Tag 60 - 80 ml (6 - 8 EL.) Leinöl bräuchten. 8 EL wären nach Dr. Budwig das Optimale, d. h.: die Creme des Müslis 3 EL., die Creme des Nachtischs ebenfalls 3 EL. und das Dressing des Rohkostsalats vielleicht etwas wenigen, also 2 EL ( = 8 EL./Tag). Manche schaffen diese Menge nicht pro Tag und kürzen das dann etwas auf z. B. 3 EL. Im Müsli und 3 EL. in der Budwigschen Salat-“Mayonnaise“ (= 6 EL./Tag). Wenn ich jetzt jeweils die Tagesgesamtdosis ausrechne, dann wäre eine 750 ml-Flasche im ersten Fall nach 12,5 Tagen und im 2. Fall nach 9,3 Tagen geleert. Wenn man nun 3 Monate mit 91 Tagen ansetzt, kämen Sie also im ersten Fall auf 7,3 Flaschen und im 2. Fall auf 9,8 Flaschen pro Bestellung, also pro Quartal (3 Monate).
Die Sache ist also nicht allzu kompliziert und führt Sie zu einer optimalen Leinölmenge je Bestellung. Das reduziert das erforderliche Versandporto auf das mögliche Minimum und verhindert gleichzeitig eine zu lange Lagerung des Öls oder dessen Einsatz als Holzschutzmittel. ![]()
! Der Artikel entsprang dem Geist eines echten Menschen und nicht einer KI !
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