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Saftpresse - Slow Juicer

Zum Thema Saftpressen, gibt es etwas mehr zu sagen. Über die Favorisierung der Slow Juicer und die Ablehnung der zentrifugierend arbeitenden Entsafter, welche früher einen Großteil der angebotenen Geräte ausmachten, herrscht im großen und ganzen Einigkeit. Die Säfte dieser schleudernden Geräte enthalten - vermutlich durch die große Menge des eingewirbelten Sauerstoffs - wesentlich weniger der begehrten Enzymen und sauerstoff-empfindlichen Vitamine.

Im Vergleich zu den langsam pressenden Geräten (Slow Juicer genannt) sind sie wesentlich billiger. Sicher ist es besser für die ÖEK diese Geräte zu nutzen, als überhaupt keinen Saft selber zu pressen. So kam es, dass auch ich mir in meiner Anfangszeit einen solchen Entsafter zulegte. Es zeigte sich aber bald, dass diese Geräte, neben dem oben erwähnten Problem der Sauerstoffeinwirbelung, nicht in der Lage sind, weiches Obst und schon gar nicht Kräuter oder Gräser zu entsaften.

Von den zermahlenden und pressenden Entsaftern, welche einen wesentlich schonenderen Umgang mit dem Pressgut pflegen, gibt es heute viele, verschiedene Fabrikate auf dem Markt.

 

Um Ihnen bei der Entscheidung noch einige Zusatzinformationen zu liefern, fahre ich nun mit der Erzählung meiner persönlichen Erfahrungen fort:

Nachdem ich mit dem zentrifugierenden Entsafter meine eigene Tauglichkeit für tägliches Entsaften getestet hatte, beschloss ich nun, auf den absoluten Favoriten zu setzen, den

Green Star GS-1000

slowjuicer

Dieser Entsafter hat immerhin den Test der Stiftung Warentest gewonnen, in welchem 12 verschiedene Entsafter untersucht wurden (7/2003). Das Gerät war mit Abstand das Teuerste (damals ca. 500 € ) und so dachte ich mir: 'An dieser Stelle solltest Du nicht sparen'.
Ich habe das Gerät 6 Wochen benutzt und folgendes festgestellt:
Es entsaftet sehr gründlich, auch weiches Obst, wie Trauben. Auch mit Kräutern kommt das Gerät gut klar.

Die offensichtlichen Nachteile:

Warum die Stiftung Warentest die Handhabung (montieren, nutzen, reinigen) mit 'gut' bewertet, bleibt mir ein Rätsel. Auch die Montage ist so umständlich, dass der Hersteller in der Gebrauchsanweisung empfiehlt, das Gerät vor dem ersten Einsatz übungshalber 10 mal auseinander- und dann wieder zusammenzubauen. GreenStar schäumt

Ich liebe Ananassaft und er spielt auch bei der Budwigkost neben Papayasaft auf Grund seiner wertvollen Inhaltsstoffe eine besondere Rolle. Aber gerade bei Ananas versagte diese Saftpresse bei mir komplett. Sowohl auf dem Saft, als auch in der Maschine, wurden riesige Schaummengen zum Problem und hätten schon nach ca. 100 ml Saft eine Zwischenreinigung des Gerätes nötig gemacht. ( s. Foto)

Leserzuschrift:

"Sehr geehrter Herr Bierschenk,
seit kurzem befasse ich mich mit dem Thema "Öl-Eiweiss-Kost" und bin bei meinen Recherchen auf Ihre Informationsseite gestoßen. Ich war richtig erleichtert, zu lesen, dass Sie denselben Eindruck vom Green Star Entsafter haben wie ich. Ich habe mir diesen Entsafter gekauft, nachdem er in div. Berichten sehr gelobt worden ist. Leider kann ich dieses Lob in keiner Hinsicht nachvollziehen. Mir ist die Lust auf Entsaften ziemlich rasch vergangen und war enttäuscht, dass sich diese teure Investition in keinster Hinsicht gelohnt hat. Durch Ihren Artikel ermutigt, werde ich mir ein neues Gerät zulegen und ich bin mir sicher, dass sich dann wieder Freude am Entsaften einstellen wird.
Vielen Dank und freundlichen Grüße, B.R."

Achtung: Es ist auch ein Entsafter namens "GreenPower Kempo" auf dem Markt, der als noch tollerer und sehr leicht zu reinigender Entsafter angepriesen wird. Dieses Gerät entspricht aber im Grunde dem Greenstar zu fast 100% und es hat dementsprechend die gleichen Nachteile.

Ein Zitat aus einer anderen Leserzuschrift mag das verdeutlichen:

"Hallo Herr Bierschenk, ich habe den Kempo Greenpower Entsafter bestellt: https://www.... Es scheint ein gutes Gerät zu sein. Nur ich muss sehr viel Kraft aufbringen, wenn ich Möhren entsafte. Ist das normal? Die Reinigung dauert auch mindestens 15-20 Minuten. Hätte ich lieber den Bionica bestellen sollen? Ist es leichter, damit Möhren zu entsaften und wie ist es mit der Reinigung? Herzliche Grüße H. Y."

Da die in dieser Zuschrift beschriebenen Probleme mit dem Kempo zu denen gehörten, welche ich mit dem GreenStar hatte, habe ich mir einmal Bezugsquellen und die Werbung für diesen Entsafter angesehen und festgestellt, dass es sich im Grunde um die gleiche Saftpresse handelte. Heute entsafte ich mit dem im Folgenden beschriebenen Gerät in einer Zeit, die man beim GreenStar/Greenpower allein für die Reinigung braucht (15-20 Min.).

Es fiel mir nicht besonders schwer, mich aus den oben genannten Gründen auch von dieser Maschine wieder zu trennen. Mein 3. Entsafter war nun der Oscar II (Bionika).

Bionika II  DA-900

Vor dem Kauf dieses Gerätes (damals hieß es noch Oskar) telefonierte ich erst einmal mit dem Händler, um erst einmal mein 14-tägiges Rückgaberecht trotz vorherigen ausgiebigen Testens zu klären. Da er mehrere Saftpressen anbietet, kannte er auch die Unterschiede ganz gut und bestätigte mir meine entstandenen Vorbehalte gegenüber dem GreenStar 1000. Den Unterschied zwischen SoloStar II (einem ganz ähnichen Gerät) und dem Bionika II beschrieb er als unwesentlich, da beide aus der gleichen 'Schmiede' stammten und auch das gleiche Pressverfahren mittels einer Schnecke verwenden. Da beide etwa das gleiche kosteten, Bionika aber mit weichem Obst etwas besser zurecht kommen sollte, entschied ich mich für diesen.

Inzwischen presse ich seit etwa 14 Jahren mit OSKAR (Bionika II) und bin noch immer sehr zufrieden mit ihm. Einmal habe ich einige Dichtungen ausgetauscht was nicht schwer war und die man als Ersatzteile bis zum heutigen Tage (Nov. 2021) problemlos bekommt. Die Reinigung ist tatsächlich so leicht wie vom Hersteller beschrieben. Je nach Pressgut reicht oft das einfache Abspülen unter fliessendem Wasser. Ananas ist kein großes Problem mehr und der Kraftaufwand bei hartem Pressgut ist minimal. Schneidet man die Karotten in recht dünne Streifen, so 'frisst und zerknabbert' das Gerät diese sogar ohne eigene Mithilfe. Selbst eine kurze Zwischenreinigung zwischen Gemüsesaft und direkt anschließendem Obstsaft stört hier nicht.

In der Zwischenzeit sind viele Jahre vergangen, in denen es auch mehrere Nachfolgemodelle meines "Oskar" gab. Die gibt es inzwischen von ganz unterschiedlichen Herstellern. Empfehlungen kann ich diesbezüglich keine mehr abgeben, da sich deren Qualität vermutlich am leichtesten aus den Kundenrezensionen bei Amazon ablesen lassen. Das charackteristische an dieser Art Slow-Juicer ist die horizontal liegende Pressschnecke. Aussehen tun diese horizontal konstruierten Juicer alle wie auf den folgenden Bildern:

Ich gehe davon aus, dass die grundsätzlichen Qualitäten meines Oskar (leichte Reinigung, Pressen von Gräsern und Kräutern möglich und ohne Ananasproblem) bei diesen Geräten erhalten bleiben. Mit Sicherheit kann ich aber auch das nicht sagen.


Wer von den Lesern bereits ähnliche oder andere Erfahrungen mit diesen Saftpressen - die es ja inzwischen schon für unter 50 € gibt - gemacht hat, kann mir gerne per Mail seine Eindrücke zusenden, um sie an dieser Stelle zu publizieren!


Vertikal konstruierte Slow-Juicer

Neben diesen horizontal gebauten Saftpressen gibt es seit vielen Jahren auch die vertikal aufgebauten Slow-Juicer. Angefangen damit hat die Firma Hurom. Bei diesen Entsaftern wird das Pressgut vor dem eigentlichen Anschalten des Gerätes in die obere Kammer gegeben. Das Zerkleinern übernimmt hier der Entsafter nach dem Einschalten selber.
Auch hier ändern und verbessern sich immer wieder die Modelle, sodass ich kein spezielles Gerät mehr empfehlen kann, welches dann in einem Jahr vielleicht schon wieder vom Markt verschwunden ist.

Diese Konstruktionsart sieht so aus wie auf den folgenden Beispielbildern:

Diese Geräte hatten über viele Jahre ein Sieb verbaut, welches die Reinigung nicht eben erleichtert hat. Inzwischen gibt es von Hurom auch Modelle mit einem anderen Filtersystem, bei dem die Reinigung nach Aussagen von Teilnehmern der Telegram-Gruppe wirklich leicht zu sein scheint. Preislich bewegen sich diese Ensafter aber ziemlich weit oben, z. B. der Hurom H400 aktuell (Okt 2026) für 600 €. Zum halben Preis bekommt man aktuell seinen kleineren Bruder, der für den Bedarf einer Einzelperson aber ausreichend zu sein scheint.

Grundsätzlich scheint es mir empfehlenswert - egal für welchen Entsaftertyp man sich interessiert - einmal Kondenrezensionen bei Amazon zu studieren und auch nach YouTub-Videos zu diesen Entsaftern zu suchen.

zum 3. Teil:

Dampfgarer


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