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Dampfgarer

Ein Dampfgarer ist eine feine Sache, gerade wenn Sie wie in der ÖEK vorgesehen sehr oft Gemüse dämpfen und dazu noch eine "Körnerbeilage" kochen. Beide Speisen lassen sich bei der Nutzung eines Dampfgarers in einem Gerät und einem Arbeitsgang garen. Das spart sowohl Zeit, als auch Energie. Ich selber nutze dieses Gerät täglich, um meine Abendmahlzeit zuzubereiten. Da ich mittags nur Rohkost esse, benutze ich inzwischen fast nur noch dieses Gerät für meine warmen Mahlzeiten. Einen Elektroherd habe ich nur noch selten im Einsatz, da ich ja jetzt nicht mehr in Töpfen zu kochen brauche. Den Herd verwende ich in erster Linie noch zum Brot backen, was in der strengen Krankenkost natürlich auch mehr oder weniger weg fällt.

Dampfgarer bestehen alle aus einem Flüssigkeitsbehälter in dem der Dampf erzeugt wird. Darüber befindet sich ein Aufsatz, in dem sich das beim Garen entstehende Kondenswasser sammelt. Auf diesen Aufsatz setzt man 1 - 3 weitere Aufsätze mit durchlöcherten Böden durch die beim Garen der Dampf zieht. Darin kann man dann das Gemüse oder bei Bedarf auch andere Speisen im Dampf garen.

Die meisten dieser Geräte bringen zusätzlich eine Garschale für Beilagen mit. Diese setzt man dann beim Garen in einen der Aufsätze, befüllt sie mit den zu garenden Körnern und einer etwa gleich großen Menge Wasser. Das Verhältnis Wasser zu Körnern ist bei dieser Art des Kochens nur etwa 1:1 und nicht 2:1 (wie Sie es sicher vom Reis her kennen). Das liegt vermutlich daran, dass auch tropfendes Wasser des kondensierenden Dampfes zusätzlich von oben in die Garschale tropft. Das genaue Verhältnis muss man selber ausprobieren und dabei Erfahrungswerte sammeln. Bei den Beilagen, welche ich verwende (Hirse, Buchweizen, Quinoa, Reis,) haut das Verhältnis 1:1 gut hin und ist für jeden Anfänger auch sicher eine gute Startbasis.

Mit so einem Gerät ist das Zubereiten einer warmen Gemüsemahlzeit in etwa 10 Min. Arbeitszeit zu bewältigen:

Garschale für das Getreide in den unteren Aufsatz setzen, die gewünschte Menge Körner mit einem Messbecher hineingeben und die gleiche Menge Wasser mit dem gleichen Messbecher dazugießen. 1-2 Prisen Salz, evtl. auch Pfeffer, Curry oder Ähnliches darüberstreuen, kurz umrühren damit sich das Salz löst und fertig ist die Arbeit für die Beilage.

Eine 2. Garschale aufsetzen, das für diese Mahlzeit ausgewählte Gemüse kleinschneiden und in diese Schale geben. Deckel drauf und anschalten.

Nach 15 - 20 Min. wiederkommen, denn das Essen ist fertig!!

Das Gemüse und die Beilage auf den/die Teller verteilen, etwas Oleolux auf das Gemüse geben oder in die Beilage einrühren, nach Geschmack noch etwas Salz und / oder Pfeffer darüber streuen und natürlich die Hefeflocken nicht vergessen. Schon ist die komplette warme Mahlzeit zubereitet. Einfacher geht es nicht und kommt z. B. meiner persönlichen Kochfaulheit sehr entgegen.

Ähnlich meinem Vorgehen bei der Saftpresse habe ich mir bei meinem Einstieg in diese Kochtechnik zunächst ein günstiges Gerät gekauft, um zu sehen, ob sich diese Art des Kochens für mich bewährt und ich sie auch dauerhaft nutze. Das Gerät, welches ich damals ursprünglich verwendete und mit dem ich im Grunde recht zufrieden war ist das folgende:

Tefal VC 1002 Ultra Compact Dampfgarer

Tefal Dampfgarer

Es kostete etwa 60 € und ist inzwischen vom Markt verschwunden. Das Gerät tat seine Dienste sehr gut, war aber komplett aus Kunststoff und nach einiger Zeit auch komplett unansehlich.

Der Verbindung von Lebensmitteln und Kunststoffen traue ich nicht über den Weg - nicht bei der Aufbewahrung und schon gar nicht im zusammenhang mit Hitze beim Kochen. Ich setze da lieber auf die Materialien Glas oder Edelstahl, da ich dabei sicher bin, keinen Kunststoff mit zu verspeisen und sei es nur in Form einzelner Moleküle die sich evtl. aus dem Kunststoff herauslösen. Aus diesem Grund habe ich z. B. auch einen Wasserkocher aus Glas.

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Ich habe mich also im Netz auf die Suche gemacht nach einem Dampfgarer, bei dem zumindest die Garschalen mit denen das Gargut beim Kochen in Kontakt ist aus Glas sind. Dabei stellte sich dann heraus, dass es nur ein einziges Gerät auf dem Markt gab, welches dieser einen Anforderung entspract. Es wurde hergestellt von der Firma Krupps und hatte 2 große Garschalen aus Glas. Eine dritte Garschale und der Einsatz für das Garen in Wasser (z. B. Reis, Hirse, Quinoa,...) waren aus Edelstahl. Es kostete ca. 200 €, tut nun seit etwa 10 Jahren täglich seinen Dienst in meiner Küche und ersetzt mir persönlich den Elektroherd.

So sieht er aus, ist aber leider nicht mehr auf dem Markt.

 

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Aktuell (Dez. 2021) kann ich bei Recherchen am Markt lediglich 2 Geräte finden, die als einzelne Standgeräte bei den Kochaufsätzen im Wesentlichen ohne Kunststoff auskommen:

WMF Küchenminis Dampfgarer

Es wird als Bisphenol A-freies Gerät beworben, hat Garkörbe aus Cromargan und einen Glasdeckel.

Der Hersteller schreibt:

"Der WMF Küchen minis Dampfgarer aus Cromargan mit einem hochwertigen Glasdeckel hält, was sein Name verspricht. In kompakter äußerer Form sorgt er für gesundes Garen, ist gänzlich BPA-frei und unabhängig von einer Herdplatte. Als kleinster Cromargan Dampfgarer, mit einer Grundfläche von nur 14,4 x 28,4 cm, können darin bei 900 Watt Leistung auf zwei Ebenen Fleisch, Fisch, Gemüse und Beilagen parallel zubereitet werden. Garen à la minute: Dank WMF Easy Steaming mit zwei getrennten Garräumen ist jede Ebene individuell regelbar, so dass man alles zusammen vorbereiten kann, der eigentliche Garvorgang aber je nach Einstellung erst später beginnt."

WMF Küchenminis Dampfgarer

WMF Küchenminis Dampfgarer

Der einzige Nachteil, den ich hier erkennen kann ist der, dass das Gerät sehr klein ist. Für eine Einzelperson ist das sicher ideal, aber bei zwei starken Essern wird es vermutlich schon eng.

und

Tefal Dampfgarer VC1451

Das Gerät hat Edelstahlbehälter Nachteil: Es gibt keine Warmhaltefunktion.

Im Vergleich dieser beiden Geräte mit fast allen anderen auf dem Markt erhältlichen kann man also sehen, dass es durchaus möglich ist, so ein Gerät in einer Weise zu bauen, dass zumindest die Garschalen, welche in direktem Kontakt zu dem Gargut sind nicht aus Plastik sein müssen. Warum die anderen Hersteller keine kunststofffreien Gerät bauen (jedenfalls bezogen auf die Komponenten, welche direkt oder indirekt mit den Lebensmitteln in Kontakt kommen) bleibt mir ein Rätsel. Zwar wird immer wieder von deren Seite betont, dass sie BPA-freie Kunststoffe verwenden, was ich ihnen durchaus glaube, aber dass keinerlei andere ungesunde Komponenten des Kunststoffes in die Nahrung abgegeben werden, ist damit ja nicht unbedingt gesagt.

zum 4. Teil:

4. Rohkost- und Gemüsehobel

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© www.oel-eiweiss-kost.de 12/2017

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