
Das Müsli besteht aus 2 Hauptkomponenten:
2-3 Esslöffel Milch (falls möglich Rohmilch/Vorzugsmilch),
3-4 Esslöffel Leinöl,
100 g Magerquark,
1 Teelöffel Honig
- alles mit dem Handrührgerät alles zu einer Creme verrühren, so dass am Rand keine Spuren des Öls mehr zu sehen sind. Natürlich kann hier auch ein Mixer oder ein Rührbesen verwendet werden. Letzterer vornehmlich im Urlaub.
Die hier aufgeführten Mengen brauchen Sie nicht unbedingt sklavisch genau einzuhalten. Außer einer möglichen Übersättigung, spricht zum Beispiel nichts gegen den Einsatz einer halben, kleinen Quarkpackung (250 g). Das vereinfacht die Handhabung der Mengenabmessung natürlich, da nur noch volle, halbvolle und leere Quarkpackungen eine Rolle spielen. Da es beim Quark aber nicht „auf das Gramm genau“ ankommt und 500g Packungen auch preiswerter sind, greife ich persönlich inzwischen eher zu diesen größeren Packungen.
Auch könnte man sich über die Leinölmenge streiten, denn „1 Esslöffel“ kann eine sehr unterschiedlich große Menge an Leinöl bedeuten. In früheren Zeiten, als noch wesentlich mehr Suppe gegessen wurde, waren die Esslöffel wesentlich größer. Ein Esslöffel in meinem Haushalt fasst gerade einmal 10 ml. Als offizielles Maß (z. B. bei Kochrezepten) beschreibt ein EL allerdings eine Menge von 15 ml. Die Mengenangaben in den verschiedenen Rezepten für die Öl-Eiweiß-Creme in Dr. Budwigs Büchern sind doch recht unterschiedlich, so dass Sie hier sicher nicht auf das einzelne Gramm zu achten brauchen. Im Buch „Die elementare Funktion der Atmung“ heißt es zum Beispiel: „Für eine Person kommen etwa 100 g Quark in Betracht, dazu 40 g Leinöl und 25 g Milch.“ Das wären also bei meinen eigenen Esslöffeln etwa 4 EL Leinöl und zweieinhalb Esslöffel Milch pro Portion.
Mit der Menge der Milch bestimmen Sie in erster Linie die von Ihnen bevorzugte Konsistenz der Creme. So werden Sie für die Herstellung eines Brotaufstriches natürlich eine festere Konsistenz bevorzugen und daher auch weniger Milch verwenden. Bei den unterschiedlichen Rezepten in Dr. Budwigs Kochbuch können Sie diesen Zusammenhang sehr schön nachvollziehen.
ACHTUNG: Manche Menschen, vor allem aus den Reihen der Milchgegner, kommen auf die Idee, die Milch in der Quark-Leinölcreme durch Wasser zu ersetzen. Lassen Sie das unbedingt bleiben. Die Wassermoleküle mit ihrem Dipolcharakter erschweren oder verhindern gar die Assoziation (Verbindung) zwischen den negativ geladenen ungesättigten Bindungsstellen der Fettsäure und den positiv geladenen Aminosäuren.
Wenn Sie glauben, Milch unbedingt meiden zu müssen, versuchen Sie lieber statt dessen zunächst Quark und Leinöl ohne weitere Flüssigkeit gründlich mit dem Rührgerät zu vermischen. Das geht leider nicht besonders gut ohne die Milch. Danach, wenn die Verbindung zwischen den Fettsäuren und den Aminosäuren hergestellt ist, können Sie löffelweise andere Flüssigkeiten (z. B. Säfte) hinzurühren, um die Konsistenz der Creme etwas weicher einzustellen. Ich persönlich sehe allerdings keinerlei Notwendigkeit, diese paar Esslöffel Milch zu einem solchen Problem zu machen. Der Quark wird ja auch aus Milch hergestellt und ist nun einmal ein zentrales Lebensmittel in der ÖEK.
Zunächst schneiden Sie das Obst in einen tiefen Teller oder eine Müslischüssel
(zB. 1 Apfel + einige Erdbeeren). Alle Obstsorten sind hier möglich, besonders auch Beerenobst. Die Menge bestimmt Ihr individueller Hunger. Beerenobst enthält eine Menge an sekundären Pflanzenstoffen, denen man eine krebshemmende Wirkung nachsagt. Das ist inzwischen auch wissenschaftlich untermauert. Auch wenn tiefgefrorene Kost nicht gerade eine ideale Elektronenspenderin und daher in der Krankenkost verboten ist, würde ich außerhalb der Beerensaison durchaus immer auch Beeren aus der Tiefkühltruhe im Müsli zum Einsatz bringen. Das erscheint mir sehr wichtig.
Danach gibt man einige Nüsse und/oder Mandeln dazu.
Auch Paranüsse, welche man zuvor etwas zerkleinert, bieten sich hier an, da sie recht viel Selen enthalten. Es handelt sich bei ihnen mit Abstand um die reichste, natürliche Quelle für das Spurenelement Selen und man weiß heute, dass Menschen mit Selenmangel wesentlich häufiger an Magen-, Darm-, Brust-, Lungen- und Hautkrebs erkranken. 2-3 Paranüsse im Müsli versorgen Sie schon mit einer guten Dosis Selen.
Als weitere Geschmacksvarianten kann man auch Kokosraspeln, Anis, Zimt oder Ähnliches der Grundmischung zugeben.
Erst jetz am Schluss der Zubereitung werden 2 Esslöffel Leinsamen frisch geschrotet und darübergestreut, um die geschrotete Leinsaat nicht zu lange dem Sauerstoff in der Luft auszusetzen.
Als letztes gibt man die Quark-Leinöl-Creme darüber und lässt es sich sofort schmecken.
Bei der Verwendung von Linomel kann dieses auch als erstes in die Schüssel gegeben werden, bevor man die anderen Zutaten darüberschichtet.
Die Nüsse/Mandeln kann man zu dekorativen Zwecken auch als letztes über die Quark-Leinöl-Creme streuen.

Guten Appetit!